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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Die Guten Dienste: ein Kronjuwel, das der kleinen Schweiz international Beachtung verleiht. Jetzt will sie ihre Aussenpolitik digitalisieren. Schaffen wir das?

Herzliche Grüsse aus Bern and stay safe!

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«Digitalaussenpolitik 2021-2024»: Die Schweiz hat jüngst ihre Strategie vorgelegt, wie sie ihre Aussenpolitik in den digitalen Raum tragen will.

Auf eine Kurzformel gebracht: Sie will etwa dazu beitragen, dass das internationale Völkerrecht auch im Netz respektiert wird. Und Cyberangriffe etwa sollen aufgrund von einheitlichen Mechanismen verhindert oder abgewehrt werden. Damit soll auch Genf als internationales und multilaterales Zentrum der Schweiz gestärkt werden.

Tönt ja schön und gut, sagt der Demokratie-Spezialist in mir. Aber wie will die Schweiz hier international glaubwürdig vorangehen, wenn sie Mühe bekundet, sich im Innern der Digitaltechnologie zu öffnen? So schrieb ein Mitentwickler der international wegweisenden Schweizer App zum Contact Tracing zu einem Beitrag von uns, dass das grösste Problem die Integration der App im Inland gewesen sei.

© Keystone / Ennio Leanza

Der digitale Pass, der fast alles kann: die so genannte eID soll auch in der Schweiz Realität werden. Was gut tönt, hat aber Haken.

Versicherung upgraden, mit E-Voting über die Volksinitiative abstimmen, den Auszug aus dem Betreibungsregister downloaden – alles online und mit einem zentralen Login: Das und viel mehr kann die elektronische Identität, kurz eID.

Dass sie nach langer Bedenkzeit auch in der Schweiz kommen soll, dagegen ist kaum etwas einzuwenden. Aber wer stellt sie aus? Darüber ist ein politischer Streit entbrannt.

Das Parlament will die Ausgabe der eID per Gesetz einem Konsortium von Privatkonzernen anvertrauen. Diese wollen damit auch den E-Commerce ankurbeln.

Dem stehen aber laut Umfragen ein grosser bis sehr grosser Teil der Bürgerinnen und Bürger gegenüber, die sich eine eID wünschen, die der Staat ausgibt und die frei von Kommerz ist. Ein Referendumskomitee ist heute gegen das eID-Gesetz des Parlaments gestartet.

Copyright 2019 The Associated Press. All Rights Reserved.

Keine Weihnachtsgeschichte: Illegale Adoptionen in der Schweiz, und die Behörden schauten weg.

In den 1980er-Jahren konnten Schweizer Eltern kleine Kinder aus Sri Lanka adoptieren. Doch diese waren oft von Menschenhändlern gestohlen und verkauft worden.

Die Schweizer Regierung wusste davon, stoppte diesen kriminell organisierten Babyhandel aber nicht. Publik wurde das vor wenigen Jahren. Jetzt hat Justizministerin Karin Keller-Sutter den Betroffenen das Bedauern ausgesprochen und ihnen Unterstützung bei der Suche nach ihren wahren Müttern zugesagt.

Keystone / Alessandro Crinari

Skifahren trotz Corona: Klar ist, dass die Schweiz vor einem ganz, ganz schwierigen Winter steht.

Die Schweizer Regierung suchte und fand nach allen Schlichen, damit das Skivergnügen auf Schweizer Pisten über die Festtage doch noch möglich ist. Trotz voll durchschlagender zweiten Pandemie-Welle.

Deutschland hatte in der EU den Shutdown des Ski-Winters durchgesetzt. Nur Österreich und die Schweiz lassen die Bahnen laufen.

Nur mit der Ruhe, sagt der oberste Schweizer Seilbähnler im Interview mit meinem Kollegen Mischa Stünzi. Druck aus dem übrigen Europa lässt er an sich abprallen. Immerhin weiss auch er: Es mag keinen einzigen Superspreader-Vorfall in einer Kabine einer Schweizer Seilbahn leiden. Der Ruf des Landes wäre sonst definitiv im Keller.

Keystone / Urs Flueeler

Heute für Sie: Unser Fensterchen Nummer 14 im Adventskalender 

Dieses Jahr widmen wir unseren Adventskalender der Schweizer Kunst- und Kulturszene. Aufgrund der Coronakrise litt sie heuer besonders – auf diese Weise wollen wir den Künstlerinnen und Künstlern unseren Tribut zollen.

Für Kunstkritiker ist Arnold Odermatt aus dem Kanton Nidwalden ein «Aussenseiter», «ein exotischer und pittoresker Fall». Er wurde quasi über Nacht vom ehemaligen Dorfpolizisten zum Star der Fotokunst. 

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