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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Sagt Ihnen die "Heiratsregel" etwas? Bis 1953 verloren Schweizerinnen, die einen Ausländer heirateten, ihre Staatsangehörigkeit. Das hatte mitunter dramatische Folgen.

Freundliche Grüsse aus Bern

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Schweizer Illustrierte Zeitung

Wie ein administrativer Wahnsinn Schweizer Frauen ins Unglück trieb.

Zwischen 1848 und 1952 verloren 85’200 Frauen das Schweizer Bürgerrecht. Dies aufgrund einer gewohnheitsrechtlichen Regel mit dem unverfänglichen Namen «Heiratsregel». Sie besagte, dass Schweizerinnen, die einen Ausländer heirateten, automatisch den roten Pass abgeben mussten.

Das führte zu teilweise unmöglichen Situationen: Manche wurden staatenlos, andere zu Ausländerinnen im eigenen Land, während dem Zweiten Weltkrieg landeten einigein Nazi-Konzentrationslagern.

Erst nach 1952 wurde die Regel abgeschafft – obwohl die Benachteiligungen weiter anhielten (ein Nachfolgeartikel erscheint morgen bei uns). Die Geschichte ist ein weiteres Mosaiksteinchen im hässlichen Bild administrativer Absurditäten. Leider hat die Schweiz Erfahrung damit.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Wie haben Sie das Schweizer Bürgerrecht erhalten oder verloren?

Und welche Auswirkungen hat dies auf Ihr Leben gehabt? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte.

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Alain Berset und Olaf Scholz
© Keystone / Anthony Anex

Deutschland und die Schweiz: Das Verhältnis war auch schon besser.

Gibt es Stress mit Brüssel, wendet sich Bern gerne an Berlin. Deutschland gilt seit jeher als Fürsprecher der Schweiz bei der EU, man ist eng vernetzt, es gibt ein tiefes Verständnis für die Schweizer Eigenheiten.

Alles hat aber seine Grenzen. Unter der Kanzlerschaft Scholz wurde früh klargemacht, dass die Geduld für Schweizer Befindlichkeiten nach dem unilateralen Versenken des Rahmenabkommens langsam am Schwinden ist. Der russische Überfall auf die Ukraine hat die Prioritäten in den europäischen Hauptstädten nochmals drastisch verschoben.

Und heute? «Der mächtige Nachbar gruppiert sich zu Brüssel – denn die EU schliesst die Reihen. Sie lässt die Schweiz auflaufen», analysiert unser Bundeshauskorrespondent Balz Rigendinger. Schweizer Anliegen scheinen angesichts der Weltlage immer weniger wichtig zu sein, vor allem, wenn man seine Partnerstaaten immer wieder brüskiert. Es ist eine Abkehr mit Ansage.

  • Hier finden Sie die interessante Analyse meines Kollegen Balz Rigendinger.
  • Die Schweiz pokert hoch mit der EU – hier geht es zu unserem Fokus.
  • Schweiz – EU: Eine schwierige Beziehung. Unser Video-Talk zum Thema.
Symbolbild Hacker
© Keystone

Der Kanton Basel-Stadt wurde Opfer eines Cyberangriffs.

Eine grosse Menge an Daten (darunter solche über Schuler:innen) wurde von der Basler Erziehungsdirektion gestohlen. Die Cyberkriminellen stellten sie ins Darknet, angeblich als Bestrafung, weil der Kanton nicht auf erpresserische Geldforderungen einging.

Solche Meldungen häufen sich. Kürzlich wurde bekannt, dass die Medienhäuser NZZ und CH Media auch angegriffen wurden, was zum Teil Auswirkungen auf die Print-Produktion hatte. Viele Unternehmen in der Privatwirtschaft kommunizieren solche Angriffe nicht einmal, so dass kaum eingeschätzt werden kann, wie häufig es dazu kommt.

Die nationale Meldestelle verzeichnet dennoch jedes Jahr mehr Meldungen. Betroffene haben realisiert, dass Verhandlungen kaum zielbringend sind – sondern Transparenz mehr hilft. Auch wenn man riskiert, dass Daten veröffentlicht werden.

Polizeitraining
Thomas Kern/swissinfo.ch

Wie bereitet sich die Schweizer Polizei auf Ernstfälle vor? Ein Trainingsbesuch.

Regelmässige Trainings sind Teil der Arbeit bei der Schweizer Polizei. Im Zentrum steht an der Polizeischule Ostschweiz seit zwei Jahren die zwischenmenschliche Kommunikation – wir haben ihr einen Besuch abgestattet.

Einerseits trainieren die Polizist:innen das verbale Deeskalieren. Andererseits gibt es das «taktische Resilienztraining». Dort sind sie in Vollmontur unbekannten Situationen ausgesetzt. Die Szenarien setzen an, wo das Gespräch versagt hat. Es sind Situationen, in denen, so sagt es die Kursleiterin, reden nicht mehr reicht.

Dabei geht es vor allem darum, in (gestellten) Stresssituationen die eigene Reaktion zu beobachten und zu reflektieren. Denn niemand weiss im Vorhinein, wie er oder sie im Ernstfall reagiert. Und es ist sicher besser, das in einem Training zu lernen – und nicht während eines Einsatzes.

  • Hier geht es zum Artikel, der Teil unserer Serie «Vertrauen und Stabilität» ist.

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