Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Würden Sie fünf Franken zahlen, um ein Foto auf einem berühmten Bootssteg zu machen? Die Gemeinde Iseltwald hat ein Drehkreuz errichtet, weil sie von Fans einer koreanischen Fernsehserie überrannt worden ist. Doch so eine Situation ist die Ausnahme. Die Schweiz hat kein Overtourism-Problem, sagt der Tourismus-Direktor.
Herzliche Grüsse aus Bern
Kein Overtourism: Die Tourist:innen sollen gut verteilt werden.
Der Wetterwechsel von nasskalt auf sommerlich kam in der Schweiz dieses Jahr etwas abrupt. Mit den warmen Temperaturen sind auch die Sommerferien gefühlt nicht mehr weit weg und die Schweizer Reisebranche schaut optimistisch auf die Hauptsaison.
Die neue Reiseverbands-Chefin erklärt im Interview mit dem Tages-Anzeiger, dass Ferien nun wieder mit mehr Vorlaufzeit gebucht werden. Es wird viel geflogen, obwohl die Preise gestiegen sind. In die Sommerferien verreisen die Schweizer:innen gerne ans Mittelmeer – nach Spanien, Griechenland, Türkei oder Zypern. Auch die USA und Asien sind beliebt. In der Schweiz dagegen sind dieses Jahr die Gäste aus Übersee zurück.
Der Chef von Schweiz Tourismus sagt im Interview mit der NZZ, dass die Schweiz aber kein Overtourism-Problem habe. Mithilfe von Social Media lockt Schweiz Tourismus die Tourist:innen gezielt von den Hotspots wie dem Berggasthaus Aescher weg und hin zu weniger bekannten Perlen – zum Beispiel nach Andelfingen im Kanton Zürich.
- Lesen Sie hier, wie der Reiseverband den Fachkräftemangel in der Branche bekämpfen willExterner Link – Interview mit der Reiseverband-Chefin im Tages-Anzeiger. (Paywall)
- Die Tourist:innen aus Übersee sollen der Branche zu Ganzjahresstellen verhelfen, sagt der Chef von Tourismus Schweiz im Interview mit der NZZExterner Link. (Paywall)
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Dieses Schweizer Drehkreuz kennt bald ganz Korea: Weil der Ort am Brienzersee in einer koreanischen Fernsehserie vorkam und danach von zahlreichen Fans aufgesucht wurde, hat die Gemeinde eine Zahlschranke eingerichtetExterner Link – Artikel von 20 Minuten.
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Wie schädlich ist Mikroplastik aus Reifen für uns?
Vier Kilogramm pro Jahr. So viel Material verliert ein durchschnittlicher Autoreifen pro Jahr. Und zwar in winzig kleinen Stückchen. Gemäss Schätzungen soll dieser Reifenabrieb die grösste Quelle für Mikroplastik in der Umwelt sein.
Die kleinen Teilchen gelangen überallhin, in Gewässer und Böden, und könnten so schliesslich auch im Salat auf unserem Teller landen. Wissenschaftler:innen der EPFL versuchen nun die Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit zu erforschen.
Dass die Partikel giftig sind, ist schon mal klar. Das genaue Ausmass gilt es noch zu ergründen.
- Beim Problem des Plastikmülls spielen Autoreifen eine grosse Rolle – Artikel meines Kollegen Simon Bradley.
- Mikroplastik im Oberengadin – Reportage von SWI swissinfo.ch.
- Die Umwelt ist auch Thema bei den Abstimmungen vom 18. Juni. Schauen Sie hier unser Video zum Klimagesetz.
Ukrainer:innen: Arbeitslos trotz Fachkräftemangel.
In der Schweiz hört und liest man seit Monaten vom Fachkräftemangel – auch in diesem Briefing wurde das Problem schon erwähnt. Gleichzeitig leben in der Schweiz viele gut ausgebildete ukrainische Personen, die gern arbeiten würden. Das klingt nach zwei Umständen, die sich gut miteinander verbinden lassen.
Doch so einfach ist es nicht. Zwar hat nun eine Schweizer Bäuerin so qualifiziertes Personal für die Spargelernte wie noch nie. Doch auch sie bezweifelt, wie ideal dieses Arrangement ist.
Für die meisten Ukrainer:innen ist es in der Schweiz schwierig, überhaupt einen Job zu finden. Nur 17% finden Arbeit, wie SRF berichtet.
- Lesen Sie hier, weshalb die Ukrainer:innen in der Schweiz Mühe bei der Jobsuche haben und in welchem Kanton es besser klappt – Bericht von SRF.
- Ausführliche Recherche von SWI swissinfo.ch über die Thematik am Beispiel Geflüchteter aus verschiedenen Ländern.
- Rund 13’000 Kinder aus der Ukraine besuchen in der Schweiz die Schule. Lesen Sie hier unsere Reportage aus dem Schulzimmer.
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Hagelsturm fegt über das Tessin.
Das Dach über dem Perron ist zersplittert, Trümmer liegen auf dem Bahnsteig, knapp vor der Südostbahn, die verschont blieb. Auch das Dach der Kirche von Saint-Ursanne im Jura hat grosse Schäden, am Sitz des Roten Kreuzes in Genf fehlen ganze Fensterläden. Im Wasser hat ein Schweizer Kursschiff starke Schlagseite und droht unterzugehen.
Was ist passiert? Im Tessin ist ein schwerer Hagelsturm niedergegangen. Die beschriebenen Szenen sind zwar echt, betreffen aber nur die Modelle der Bauten imFreiluftmuseum Swissminiatur. Erkennbar auch daran, dass die Menschen unbeeindruckt auf den Schiffs- und Parkbänken sitzen geblieben sind, während um sie herum Verwüstung herrscht. Gemäss dem Museumsdirektor seien mehr als hundert Modelle zerstört worden, der Park bleibt jedoch geöffnet.
- Artikel von 20 Minuten mit der vom Sturm gezeichneten SchweizExterner Link – en miniature.
- Viel Schweiz auf wenig Raum: Swissminiatur ist ein beliebtes Ausflugsziel – Artikel von SWI swissinfo.ch.
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