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SCHWEIZ WAHLEN 2019 WAHLPLAKATE

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Die Polit-Finanzierung in der Schweiz muss erstmals offengelegt werden. Das führt schon jetzt zu spannenden Einsichten und gibt den Politikinteressierten einigen Gesprächsstoff.

Freundliche Grüsse aus Bern

Personen besuchen das Bundeshaus Ost, im Rahmen des 175 Jahre-Jubilaeums der Bundesverfassung von 1848, am 2. Juli 2023
© Keystone / Anthony Anex

Neue Transparenzregeln machen Polit-Finanzierung sichtbar – und offenbaren spannende Einsichten.

Was denken Sie, wie viel Geld Politiker:innen im Wahlkampf zur Verfügung steht, die sich für einen Sitz im nationalen Parlament bemühen? Mehrere Zehntausend Franken? Mehr?

Wegen der neuen Transparenzregeln müssen Parteien und politische Akteure für die Wahlen erstmals ihre Budgets offenlegen. Einige haben damit begonnen: Alex Farinelli (FDP) hat 65’000 budgetiert, Nicolò Paganini (Mitte) gemäss Register 54’000. Deutlich mehr weist Andri Silberschmidt (FDP) aus: Satte 280’000 Franken.

Interessant ist, was er damit machen will: Etwa die Hälfte soll in den Wahlkampf gehen – der Rest an gemeinsame Aktionen mit Parteikolleg:innen und in die Parlamentsarbeit der nächsten Legislatur. Die neuen Transparenz-Regeln – sie werden Politbeobachter:innen künftig viel Stoff zur Diskussion bieten.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

Was ist der Beitrag der Swiss Abroad zur Schweiz?

Einer unserer Leser fragt, was die Auslandschweizer:innen der Schweiz zurückgeben – sagen Sie uns Ihre Meinung!

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Passanten vor einer verregneten Credit Suisse Filiale
© Keystone / Michael Buholzer

Die Schweizer Exporte gehen zurück – der Start einer Wirtschaftskrise?

Bahnt sich in der Schweiz eine Rezession an? Noch zeigen die meisten Indikatoren hierzulande keinen bedenklichen Trend an. Ausser den Exporten: Die Wirtschaftslage in den meisten Exportdestinationen ist schlecht(er), das spüren auch die exportorientierten Branchen in der Schweiz.

In den letzten Tagen haben darum Firmen wie der Gebäudetechniker Arbonia und der Spinnereimaschinenhersteller Rieter den Abbau von hunderten von Stellen angekündigt – Unternehmen aus dem Pharma-Sektor ebenfalls.

Die meisten Stellen befinden sich zwar im Ausland, haben aber natürlich dennoch Einfluss auf das Geschäft in der Schweiz. Der hiesige Markt funktioniert momentan gut – auch für die genannten Firmen. Aber wohin die Reise geht, das ist unklar.

Demonstranten in Liberia
Keystone / Ahmed Jallanzo

Die Schweiz und die Universaljustiz – ein vielversprechender Anfang?

Das sogenannte Weltrechtsprinzip sieht eine universelle Gerichtsbarkeit bei ganz schweren Menschenrechtsverletzungen vor. Das heisst, Täter:innen können weltweit verfolgt werden, egal wo die Taten begangen wurden.

Es ist ein hehres Ziel, das aber unzählige Schwierigkeiten zu überwinden hat. Die Schweiz hat sich bisher schwer damit getan. Kürzlich jedoch wurde ein liberianischer Milizionär wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Menschenrechtsorganisation hoffen nun, dass dies ein Startpunkt für weitere Verfahren ist.

Derzeit sind laut der Schweizer Bundesanwaltschaft rund 30 Voruntersuchungen und Strafuntersuchungen im Gange. Dabei handelt es sich um Anklagen wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen, die zwischen 1982 und 2022 in 14 Ländern begangen wurden.

Schwarzweiss-Bild von zwei Frauen, die Fussball spielen
Keystone / Eugen Suter

Der Frauenfussball und die Schweiz – ein Blick zurück.

Der Auftakt ist den Schweizerinnen gelungen: Heute Freitag haben sie das erste Spiel an der Frauen WM in Australien und Neuseeland gegen die Philippinen mit 0:2 für sich entschieden. Das erste Tor fiel per Penalty. Keine Seltenheit an dieser WM, bei der es in den ersten zwei Spieltagen in jedem Spiel einen Elfmeter gab.

Es hat lange gedauert, bis der Frauenfussball in der Schweiz salonfähig wurde. Dabei gab es viele Widerstände – und dumme Sprüche. «Der Frauensport ist unsittlich und schädlich für die weibliche Erscheinung. Die Frau hat für Haus und Kind zu sorgen. Und der Wettkampf gebührt dem Manne.» So sah man das vor hundert Jahren noch.

Seither hat sich einiges getan. War Fussball für Frauen zunächst ein Privileg der Oberschicht, finden heute Mädchen aus allen Schichten Gefallen am Kicken. Die laufende Weltmeisterschaft – an der die Schweizer Nati zum zweiten Mal teilnimmt – wird den Trend wohl weiter vorantreiben.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Bruno Kaufmann

Welches sind Ihre wichtigsten Stimmen der Freiheit in der Welt? Und weshalb?

Erzählen Sie uns, welche Journalist:innen oder Aktivist:innen gegen Autokratie in unserer Serie noch fehlen.

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