The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Mann mit Regenschirm schaut von einer Brücke auf einen Fluss mit braunem Hochwasser

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Von glühender Sommerhitze zu grossen Regenfällen und Temperatursturz: So geschehen am Wochenende in der Süd- und Ostschweiz. In einigen Gebieten kam es am Montag zu Überschwemmungen.

Herzliche Grüsse aus Bern

Industrieareal im Tessin mit riesigem Wasserfall im Hintergrund
© Ti-press

Sieht so das jähe Ende eines Sommers aus? Nach der Gluthitze von letzter Woche drohen insbesondere in der Süd- und Ostschweiz Hochwasser.

Regenalarm in der Sonnenstube: Am Freitagabend läutete dort ein Hagelsturm das Ende der Sommerhitze ein. Laut Behörden fiel innert 48 Stunden so viel Niederschlag wie sonst im ganzen August.

Die Temperatur, die letzte Woche noch bis zu 36 Grad betragen hatte, sackte auf heute 13 Grad ab – ein waschechter Temperatursturz! Die Schneefallgrenze sank innert einer Woche vom Rekordwert von 5298 auf 2000 Meter.

Betroffen war auch Glarus. Mehrere Alpenpässe sind geschlossen. Inzwischen ist das Bündnerland Hauptziel der Regengötter geworden. Dort soll es bis Montagabend durchregnen. Entlang des Hochrheins haben die Behörden deshalb die Gefahrenstufe 3 ausgerufen, etwa in Domat-Ems bei Chur.

Bis zur Mündung in den Bodensee ist der Rhein streckenweise über die Ufer getreten. Glücklicherweise wurden bis jetzt keine grösseren Schäden verzeichnet.

Grünfläche voller Plakate mit Kandidierenden für den Nationalrat von 2019
Keystone / Walter Bieri

Sind die Wahlen in der Schweiz überhaupt wichtig? Absolut, lautet die Antwort von zwei absoluten Politikprofis.

Adrian Vatter und Rahel Freiburghaus zählen zu den innovativsten und produktivsten Köpfen in der kleinen, aber feinen Community der Schweizer Politikwissenschaftler:innen.

Die beiden, die an der Uni Bern forschen und lehren, geben Antworten an insbesondere jene, die das Parlament in der Demokratie Schweiz für überschätzt halten. Gerade nach der Corona-Pandemie, als sich dieses im Lockdown gleich selbst in den Off-Modus versetzte.

Vatter und Freiburghaus belegen mit Argumenten, was ein anderer Berner, der Staatsrechtler Markus Müller, einmal so formuliert hat: «In der Demokratie Schweiz ist nicht das Volk der Chef, sondern das Parlament.»

Ein Fakt, den Freiburghaus/Vatter dafür liefern: Im OECD-Vergleich hat die Schweiz das mächtigste Parlament überhaupt.

Ob dies ein Grund für den Rekord-Ansturm auf die 200 Sitze im Nationalrat ist? Bei Torschluss wird mit rund 5000 Kandidierenden für die Wahlen im Oktober gerechnet, gegenüber 4600 vor vier Jahren.

Mehr

Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Melanie Eichenberger

Gibt es in Ihrer Nähe im Ausland Orte mit Schweizer Geschichte?

Kennen Sie Orte, Gebäude, Kunstobjekte in Ihrem Aufenthaltsland, die eng mit der Schweizer Auswanderungsgeschichte verbunden sind?

2 Likes
95 Kommentare
Diskussion anzeigen
Gebäude des Bundesgerichts in Lausanne
© Keystone / Laurent Gillieron

Das schweizerische Bundesgericht hat die Klage eines superreichen Argentiniers abgewiesen. Er wollte seine Vermögen auf Schweizer Banken nicht offenlegen lassen.

Alfredo Alberto Román, mit Übernamen «König der Kräne», gilt als einer der reichsten Unternehmer Argentiniens. Wie viele aus der globalen Gilde der reichsten Unternehmer:innen hat er einen Teil seines Vermögens auf sicheren Konten von Schweizer Banken parkiert.

Doch seit das Bankgeheimnis gefallen und vom automatischen Informationsaustausch (AIA) abgelöst wurde, müssen die Schweizer Banken die Steuerämter der Herkunftsländer über die Vermögen ausländischer Kund:innen informieren.

Aber Aua – Der Kran-König wollte sich über diesen AIA stellen. Jetzt muss er zur Kenntnis nehmen, dass die Diskretion der Schweizer Banken auch für Superreiche wie ihn ihre Grenzen hat.

Das geisterhaft leere Hotel Belvedere an der Furkapass-Strasse
KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Lost Places oder wenn Gebäude oder ganze Industrieanlagen aufgegeben und sich selbst überlassen werden.

In der Schweiz herrscht Ordnung – eine gesetzlich reglementierte Ordnung. Doch es gibt sie tatsächlich auch hier: Reservate, wo unsichtbare Geister diese Ordnung aushebeln. Nicht mit gruseligem, furchteinflössendem Brimborium, sondern eher mit einer stillen, metaphysischen Poesie.

Alte Hotels sind prädestiniert dafür, ein geheimes Leben ohne Menschen zu führen: Zu alt für eine Sanierung, zu gross und teuer für einen Abbruch. Industrieareale sind eine weitere Gruppe für eine solche «immobile» Transzendenz.

Wir nehmen Sie diese Woche mit an fünf Orte in der Schweiz, wo sich die Menschen zurückgezogen haben und die nun Geister in Beschlag genommen haben.

Erste Station: Das Hotel Belvedere am Furkapass in den Alpen. Mit seinem Rundbau, exakt in eine Kehre der Passtrasse gebaut, ist das Geisterhaus zu einem beliebten Sujet für Leute mit ernsten Influencer-Ambitionen auf Instagram etc. geworden.

Meistgelesen
Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft