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Stabübergabe von zwei CEO einer Schweizer Grossbank aus dem Ausland in tadellos sitzenden Anzügen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Who is the Boss in der Schweizer Wirtschaft? Manager:innen aus Grossbritannien, den USA und – staun! – aus Griechenland. Schweizer Führungskräfte sind nur auf Platz 9. Und wir haben noch mehr erstaunliche Fakten auf Lager.

Herzliche Grüsse aus Bern

Facharbeiter mit Lupe in der Uhrenindustrie
Keystone / Salvatore Di Nolfi

Wenn es in der Schweizer Wirtschaft um Führungspositionen geht, sind Schweizer:innen erst neunte Wahl!

Chef:innen in Schweizer Unternehmen kommen aus Grossbritannien, den USA, den Niederlanden und gleichauf Griechenland. Dahinter folgen Deutschland, Frankreich, Österreich und Spanien.

Schweizer:innen können offenbar nicht Chef. Oder es wird ihnen zumindest weniger zugetraut.

Das Bild, das die Zahlen des Bundesamts für Statistik liefern, finde ich höchst interessant: Da macht die grösste Partei der Schweiz im Wahlkampf gegen «masslose Zuwanderung» mobil. Gleichzeitig machen die verantwortlichen Findungsgremien für die Leadership in den hiesigen Chefetagen die Kandidat:innen aus der Schweiz zur Minderheit.

Merke: Zuwanderung kann Rettung und Untergang zugleich sein. Man muss es nur «pragmatisch» genug angehen.

Delegierte an einer Parteiversammlung halten zum Abstimmen rosarote Karten in die Höhe
© Keystone / Urs Flueeler

Transparenz in der Finanzierung von Wahlkampagnen – in der Demokratie Schweiz alles andere selbstverständlich.

Die Mehrheit der Schweizer Politiker:innen zelebrierte geradezu die Blackbox rund um die «unstatthafte» Frage, woher die Gelder der Parteien und der Kandidat:innen für den Wahlkampf kamen.

2023, also im 175. Jahr des Bestehens der Schweiz, finden nun erstmals Parlamentswahlen statt, bei denen strengere Regeln für mehr Transparenz in diesem Bereich der Politikfinanzierung geht.

Zur Schaffung von mehr Transparenz hat laut Hanne Juncher auch Druck seitens einer Institution geführt, der sie selbst angehört: der Staatengruppe gegen Korruption des Europarats GRECO.

Juncher attestiert im Gespräch mit SWI der Mehrheit der am Schluss wohl gegen 5000 Kandidat:innen für die Grosse Kammer, die neuen Regeln nicht zu umgehen. Denn sie haben ein Schlupfloch: Nur Spenden ab 15’000 Franken müssen deklariert werden. Da braucht es nicht viel Fantasie, um grössere Beträge kreativ aufzustückeln. Zum Beispiel. Oder dass die ganze Familie eines edlen Gönners für Kandidat X je 14’999 Franken spendet.

Altes Motorrad mit Seitenwagen in einem grossen Kellergewölbe
SRF-SWI

Ein verwunschenes Schweizer Schloss, in dem Schlossgespenster seit fast einem halben Jahrhundert wertvolle Gegenstände bewachen.

Wie ist das möglich? Auf einem Hügel hoch über dem schönen Hallwilersee im Kanton Aargau thront Schloss Brestenberg. Zuletzt als Hotel genutzt, liegt der stolze Bau seit 42 Jahren in einem Dornröschenschlaf.

In den 1980ern wollte sich ein vermögender Immobilienbesitzer einen Traum erfüllen und im Schloss ein grosses, unterirdisches Museum einrichten. Doch so weit kam es nie.

Schauen Sie selbst, was jetzt seit fast einem halben Jahrhundert in den Katakomben des Schlosses so alles lagert!


Porträt eines älteren Mannes mit grauen Haaren, Brille und Schnurrbart
Keystone / Amel Pain

Die Schweizer Bundesanwaltschaft klagt einen ehemaligen algerischen Verteidigungsminister wegen Kriegsverbrechen an.

Dem heute 85-jährigen Khaled Nezzar wirft die Behörde Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, die er zwischen 1992 und 1994 im algerischen Bürgerkrieg begangen haben soll. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Laut Anklage hat das damalige Regierungsmitglied Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlungen, willkürliche Inhaftierungen und Verurteilungen sowie extralegale Hinrichtungen «zumindest gebilligt, koordiniert und gefördert».

Gemäss Militärstrafgesetz sind Kriegsverbrechen seit 1968 in der Schweiz strafbar, unabhängig vom Tatort und der Staatsangehörigkeit der Täterschaft oder des Opfers.

Politiker an einem Gipfel
Keystone SDA

Von fünf auf zwölf: Die Brics-Staaten beschlossen die Verdoppelung ihrer Gemeinschaft auf 2024. Und was macht die Schweiz?

Die Allianz grosser Schwellenländer wie Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika will auf dem Globus der Weltwirtschaft der Power des Westens Paroli bieten.

Ab nächstem Jahr stossen Argentinien, Ägypten, Äthiopien, Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate dazu.

«Die Schweiz muss eine klare Strategie gegenüber Brics verfolgen,» fordert nun der sozialdemokratische National Fabio Molina.

Die Vorstellung des Aussenpolitikers: Die Schweiz solle die Rolle einer Brückenbauerin zwischen der Brics-Allianz und den westlichen Staaten wahrnehmen.

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