The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast
Erdrutsch hinterlässt breiten Schrund in einem Hang

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Ein Erdrutsch hat im Kanton Glarus gestern Abend mehrere Häuser mitgerissen. Verletzt wurde dank vorgängiger Evakuierung niemand. Doch der Sachschaden ist gross.

Herzliche Grüsse aus Bern

Und übrigens:

Halb von Erdmassen verschüttetes Haus
Keystone / Ennio Leanza

Ein Erdrutsch reisst mehrere Häuser mit.

Sechs Gebäude von Erdmassen mitgerissen oder zerstört. Drei davon komplett begraben. Das ist die traurige Bilanz eines Erdrutschs in Schwanden im Kanton Glarus von gestern Abend.

Verletzte gab es laut der zuständigen Kantonspolizei glücklicherweise keine. Das Gebiet um den Erdrutsch wurde vorgängig evakuiert. Davon betroffen sind rund 100 Personen, die momentan nicht mehr in ihre Häuser zurückkehren können, weil die Lage als instabil eingeschätzt wird. Sie werden anderswo untergebracht.

Der Sachschaden ist gross, kann derzeit aber noch nicht beziffert werden, wie der Einsatzleiter sagte. Mit den starken Regenfällen der letzten Tage hatte sich die Lage in der Schweiz verschärft, nicht nur in Glarus. Die Behörden waren gewarnt. In der nächsten Zeit wollen sie den Hang noch intensiver beobachten.

Ein Fahnenschwinger mit EU- und Schweizer Fahne
Keystone / Martin Rütschi

Die Europäische Union stellt Forderungen an die Schweiz.

Eine Kommission desEU-Parlaments hat einen Bericht zur Schweiz verabschiedet, der eigentlich noch unter Verschluss ist. SRF News allerdings liegt er bereits vor, weshalb nun Details dazu bekannt wurden.

Ein zentraler Punkt im Bericht ist der «horizontale Zugang». Das bedeutet, dass die Schweiz statt eines Rahmenabkommens verschiedene Abkommen mit gleichen institutionellen Regeln abschliessen könnte. Dabei müsste die Schweiz aber den Europäischen Gerichtshof anerkennen, was für den Zugang zum EU-Binnenmarkt unerlässlich ist.

Weitere Forderungen sind unter anderen die Vertiefung der militärischen Zusammenarbeit mit der EU, die Anpassung von Gesetzen zur Konfiszierung russischer Gelder und die Klärung der Frage von Munitionslieferungen an die Ukraine. Zudem soll das Verhandlungsmandat neu mit einem Verfalldatum von fünf Jahren versehen werden. So sollen die Gespräche zwischen der Schweiz und der EU effizienter werden.

Hauptsitz des IKRK, davo ein Stopschild
Keystone / Martial Trezzini

Die Schweiz soll dem IKRK unter die Arme greifen.

Es ist eines der Aushängeschilder der Schweiz – das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, gegründet 1863 von Henry Dunant in Genf. Doch heute ist seine finanzielle Lage angespannt. «Jetzt will der Bundesrat mit dem Checkbüechli helfen», schreibt der Blick.

Konkret: Das IKRK soll zusätzlich 50 Millionen Franken vom Bund erhalten. Dafür hat der Bundesrat beim Parlament einen Zusatzkredit beantragt. Zudem soll das Komitee die Covid-19-Darlehen über längere Zeit als bisher vereinbart zurückzahlen können.

Dafür stellt der Bund aber auch die Forderung, das IKRK müsse sein finanzielles Gleichgewicht wieder herstellen und dauerhaft sichern. Das Komitee musste bereits sein Budget kürzen und will 1800 Stellen abbauen und 26 Standorte schliessen.

Ein Mann sitzt auf einer Bank in einem Wald
DW

Ein Scherge des weissrussischen Diktators kommt vor Gericht in der Schweiz.

«Verschwindenlassen», so nennen Diktaturen den Umgang mit Oppositionellen. In anderen Worten, oder in der klaren Aussage eines ehemaligen Schergen des weissrussischen Diktators Alexander Lukaschenko, bedeutet das: Entführung und kurz darauf Erschiessen in einem Wald.

Er habe zwar nicht selbst abgedrückt, sagt er. Aber der Mann war unter anderem dabei, als 1999 ein Mordkommando den führenden Oppositionellen Juri Sacharenko, ehemals Innenminister in der Regierung von Lukaschenko, entführte, erschoss und dessen Leiche sofort in einem Krematorium verbrennen liess.

Später flüchtete der Lukaschenko-Scherge in die Schweiz. Nachdem eine Nichtregierungs-Organisation Klage eingereicht hatte, kommt er nun in St. Gallen vor Gericht – ein historischer Prozess, wie Fachleute sagen. Wie ist das möglich? Die St. Galler Staatsanwaltschaft kann sich bei ihrer Anklage auf den Grundsatz der universellen Zuständigkeit berufen.

Afghanisches Mädchen
Ahura Ehsas

Ein afghanischer Filmstudent kämpft für die Frauenrechte.

Die Taliban können Afghanistans Mädchen nicht stoppen, auch wenn sie Schulen schliessen. Das sagt der Filmstudent Ahura Ehsas. Der Afghane lebt in der Schweiz und stellt derzeit einen Kurzfilm fertig.

Seit der Taliban-Machtübernahme 2021 dürfen Mädchen nicht mehr über die sechste Klasse hinaus zur Schule gehen. Ehsas‘ Film handelt von zwei Schwestern in Afghanistan: Eine wird bei einem Angriff der Taliban getötet, die andere setzt sich dafür ein, den Berufstraum ihrer Schwester zu erfüllen.

Gebildete Frauen seien eine Bedrohung für die Taliban, sagt Ehsas. Trotz finanzieller Schwierigkeiten verfolgt der Student das Ziel, die Stimmen der Frauen und Mädchen in Afghanistan zu stärken und gegen die Anerkennung der Taliban durch die internationale Gemeinschaft anzukämpfen.

Verpassen Sie nicht unsere Serie «Lost Places», wo wir verwunschene Orte in der Schweiz vorstellen. Heute: Die Büvetta Tarasp. Diese Trinkhalle am Inn war einst ein begehrter Treffpunkt der Reichen, Schönen und Mächtigen aus aller Welt.

Meistgelesen
Fünfte Schweiz

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft