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Viele Bäume in der Schweiz haben schon braune Blätter.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Wie zuvor schon in anderen Städten Europas haben sich am Wochenende auch in Zürich Eritreer eine grosse Schlägerei geliefert. Was genau steckt hinter diesen Auseinandersetzungen?

Herzliche Grüsse aus Bern

Gegner und Anhänger des Regimes in Eritrea haben sich in der Schweiz eine Massenschlägerei geliefert.
Keystone / Salvatore Di Nolfi

Eritreer liefern sich in der Schweiz eine Massenschlägerei – das sind die Hintergründe.

Das hat am vergangenen Wochenende in der Schweiz für Schlagzeilen gesorgt: In der Zürcher Agglomeration haben sich Eritreer eine Massenschlägerei geliefert. Gemäss der Polizei wurden 12 Personen verletzt und drei festgenommen. Die Schlägerei fand am Samstag statt, dem Jahrestag des Eritreischen Unabhängigkeitskrieges.

Warum haben sich die Landsleute derart geprügelt? Der Grund liegt in der Politik in Eritrea, aneinandergeraten sind bei der Schlägerei Gegner und Befürworter des Diktators Afewerki. Zuvor wurde in Oberuzwil (SG) ein Festival von Regime-Anhänger:innen abgesagt.

Doch wie kommt es, dass Unterstützer:innen eines diktatorischen Regimes in der Schweiz ein Aufenthaltsrecht haben? Im Interview mit 20 Minuten gibt eine Expertin darauf Antwort und zeigt, wie weit der lange Arm des Diktators des afrikanischen Landes reicht.

Kleinspenden unter 15 000 Franken müssen in der Politik nicht offengelegt werden.
Keystone

Budgetvergleich: Wie viel Geld haben die Nationalratskandidat:innen für den Wahlkampf in der Kasse?

Seit einem Jahr gibt in der Schweiz neue, strengere Transparenzregeln zur Politikfinanzierung. Wer eine Kampagne mit einem Budget von über 50’000 Franken plant, muss spätestens nach der Wahl oder Abstimmung die Schlussrechnung offenlegen. Doch nicht alles kommt ans Licht: Spender:innen, die eine Partei oder Kandidierende mit weniger als 15’000 Franken unterstützen, müssen nicht offengelegt werden.

So lässt sich mit etwas Zerstückelungsaufwand die Herkunft von grösseren Geldern weiterhin verschleiern. Eine Umfrage des SonntagsBlicks hat ergeben, dass offenbar fast alle angegebenen Budgets durch Kleinspenden ermöglich wurden.

Von den Politiker:innen, die für den Artikel ihr Budget offengelegt haben, haben diejenigen der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP) am meisten Geld gesammelt. Schon vor ein paar Wochen für Schlagzeilen gesorgt hat das Wahlkampfbudget des Zürcher FDP-Nationalrats Andri Silberschmidt (29): Ganze 280’000 Franken hat er zur Verfügung. Grossspenden befänden sich keine darunter, so Silberschmidt.

Die Menschen in der Schweiz schätzen ihre Teilhaberechte an der Politik.
Keystone / Lukas Lehmann

Demokratiemonitor 2023: So zufrieden ist die Schweizer Bevölkerung mit der Politik.

Und nochmals geht es um Politik: Die Ergebnisse des Demokratiemonitors 2023 zeigen, was die Schweiz von der Politik in der Schweiz hält. 6000 Menschen wurden befragt, darunter auch Auslandschweizer:innen und Personen ohne Schweizer Pass, Jugendliche ab 14 Jahren und bildungsfernere Gruppen.

Und wie schätzen diese Menschen das politische System und ihre Rechte für die politische Teilhabe ein? Grundsätzlich gut, wie die Auswertung zeigt. 85% der Befragten sind zufrieden damit, wie sie in der Politik mitbestimmen können. Auch der Föderalismus erhält mit 71% eine grosse Zustimmung.

Doch natürlich waren nicht alle Reaktionen so positiv. Die Befragung legte grossen Wert darauf, auch Menschen zu Wort kommen zu lassen, die generell unzufrieden sind mit der Schweizer Politik. Diese machen 46% der Befragten aus und diese glauben, dass die Schweiz unfähig ist, um Lösungen zu präsentieren.

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An manchen Bäumen sind die Blätter in diesem Sommer viel zu früh verwelkt.
Keystone / Steffen Schmidt

Vorzeitig verwelkte Blätter: Die Bäume sind müde.

Beim Blick aus dem Zugfenster ist es mir schon seit längerem aufgefallen: Im Wald gibt es Bäume, die nicht mehr grün, sondern braun sind. Ihre Blätter sehen vertrocknet aus. Und mein SWI-Kollege, der oft durch den Wald joggt, sinkt gemäss eigenen Angaben bereits in der Laubschicht ein.

Ist das normal für diese Jahreszeit? Dieser Frage ist Watson nachgegangen. Im Interview bestätigt ein Ökologe der ETH Zürich meine Vermutung: Normalerweise verfärben sich die Blätter nicht so früh. Und sie werden auch nicht so schnell braun, sondern im Oktober zuerst gelb und vielleicht noch rot.

Die Gründe für die verwelkten oder bereits gefallenen Blätter sind vielfältig. Dazu gehören zum einen die Trockenheit, zum anderen rasche Umschwünge von feuchtem und kühlem Wetter auf heisses und zurück. Und weil der Frühling aufgrund der höheren Temperaturen früh im Jahr beginnt, hören die Bäume im Herbst auch früher mit dem Wachsen auf – sie sind müde.

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