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 Zehntausende Menschen demonstrierten in Serbiens Hauptstadt Belgrad gegen den Umgang der Regierung mit zwei Amokläufen.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Während das nationale Wahljahr mit den zweiten Wahlgängen für den Ständerat in der Schweiz diesen Sonntag zu Ende geht, nimmt in Serbien der Wahlkampf langsam Fahrt auf.

Beste Grüsse aus Bern

 Der serbische Präsident Aleksandar Vučić an einer Medienkonferenz Ende Oktober. 
Copyright 2023 The Associated Press. All Rights Reserved

In einem Monat wird in Serbien gewählt

Vor wenigen Wochen hat der serbische Präsident Aleksandar Vučić die Neuwahlen auf den 17. Dezember angesetzt. Wie unantastbar ist er? Einen Monat vor den Wahlen ordnet der Politikwissenschaftler Daniel Bochsler auf SWI swissinfo.ch ein, wie gross die Chancen der Opposition im Land sind.

Die Demokratie habe sich in Serbien weiter verabschiedet, sagt Bochsler im Interview mit meinem Kollegen Benjamin von Wyl. «Staat und Verwaltungsapparat werden durch die Regierung für parteipolitische Zwecke vereinnahmt.» Und die Reichweite unabhängig berichtender Medien werde beschränkt – oder diese würden gleich ganz aufgekauft, so Bochsler.

Obwohl die Unterstützung für die Regierungspartei schwinde, schätzt der Politologe einen Wechsel als sehr unwahrscheinlich ein. Es gebe keine geeinte Opposition in Serbien. Allerdings sei ein Wechsel zumindest auf lokaler Ebene, zum Beispiel in der Hauptstadt Belgrad, möglich.

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Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

Was ist der Beitrag der Swiss Abroad zur Schweiz?

Einer unserer Leser fragt, was die Auslandschweizer:innen der Schweiz zurückgeben – sagen Sie uns Ihre Meinung!

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Ein Professor schreibt mathematische Formeln auf eine Tafel.
Keystone

Wer zahlt, befiehlt?

Ist es normal, dass Banken Lehrstühle finanzieren, an denen die Wirtschaftswissenschaftler:innen und Finanzexpert:innen von morgen ausgebildet werden? Diese Frage hat mein Kollege Marc-André Miserez zwei Experten gestellt – und gegensätzliche Antworten erhalten.

François Degeorge, Professor für Finanzwesen und Direktor des Swiss Finance Institute, sieht darin kein Problem. Die Unabhängigkeit der Universitäten und Forscher:innen sei gewährleistet.

Marc Chesney, Professor für Finanzwissenschaft an der Universität Zürich ist anderer Ansicht. Geld von Grossbanken könne dazu führen, dass diese beschwiegen oder deren Agenda verteidigt werde, so Chesney.

Die Experten sind sich nicht nur bei den Geldbeiträgen uneinig, sondern auch bei der Frage, wie in unserer Gesellschaft Wohlstand verteilt werden soll.

Die Spielerinnen der Schweizer Frauen Nationalmannschaft stehen zusammen.
© Keystone / Salvatore Di Nolfi

#metoo in der Frauen Fussball-Nationalmanschaft

Im Schatten des Kuss-Skandals an der Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen –wo der spanische Verbandspräsident Luis Rubiales die Spielerin Jennifer Hermoso gegen ihren Willen auf den Mund küsste – soll es auch beim Schweizerischen Fussballverband einen Fall von sexueller Belästigung gegeben haben.

Wie der Tages-Anzeiger heute schreibt, steht der Vorwurf im Raum, dass der Beschuldigte einer Spielerin ans Gesäss gefasst habe. Nicht ganz klar ist, was danach geschah. Laut Schilderungen hätten Spielerinnen während der Rückreise ein Mitglied des Betreuerteams eingeweiht.

Klar ist hingegen: Lange passierte erstmal nichts. Erst als die Spielerinnen sich Ende September wiedersahen, soll ein anonymes Schreiben den Fall wieder ins Rollen gebracht haben. Dem Beschuldigten wurde gekündigt.

Nun liegt die Aufarbeitung des Vorfalls bei der Meldestelle «Swiss Sports Integrity».

Das Dach des SRF-Gebäude mit dem Logo
© Keystone / Christian Beutler

Bundesverwaltungsgericht fällt Leitentscheid

Neben den Haushalten zahlen in der Schweiz auch Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als einer halben Million Franken Radio- und TV-Gebühren. Diese Gebühr ist für Unternehmen degressiv. Will heissen, je höher der Umsatz, desto weniger muss prozentual gezahlt werden.

Dies sei verfassungswidrig, hat heute das Bundesverwaltungsgericht in einem Leitentscheid befunden. Radio- und TV-Gebühren sollten sich wie Steuern nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit richten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann von der Eidgenössischen Steuerverwaltung ans Bundesgericht weitergezogen werden. Der Rechtsstreit ist ein weiteres Kapital in der laufenden Diskussion um die Radio- und TV-Gebühren in der Schweiz. Letzte Woche hat Medienminister Alber Rösti als Antwort auf die Volksinitiative «200 Franken sind genug!» über eine geplante schrittweise Senkung der Haushaltsabgaben bis 2029 informiert, von heute 335 auf dann noch 300 Franken pro Jahr. Damit verbunden wäre auch eine Befreiung kleinerer Unternehmen von den Gebühren.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Samuel Jaberg

Soll die Schweiz die Zuwanderung begrenzen?

Wie erleben Sie die wachsende Bevölkerung der Schweiz? Sehen Sie für den Fachkräftemangel eine Alternative zur Zuwanderung? Ihre Meinung interessiert uns!

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