Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Die Schweiz hat eine lange Tradition als neutraler Boden für Verhandlungen. Die neusten kündigte Wolodimir Selenski, Präsident der Ukraine, an: In Davos sollen Friedensgespräche stattfinden.
Herzliche Grüsse aus Bern
Vor Beginn des WEF soll in Davos über Selenskis Friedensplan gesprochen werden.
Friedensgespräche zur Ukraine in der Schweiz? Davon haben wir in der Schweiz bis jetzt noch nichts gehört. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski scheint mehr zu wissen: Er hat auf X (vormals Twitter) angekündigt, dass die Gespräche für den von ihm propagierten Friedensplan im Januar in der Schweiz stattfinden sollen.
«Das ist eine grosse Überraschung», schreibt der Tages-Anzeiger und spekuliert, dass das Treffen am Rand des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos stattfinden dürfte, voraussichtlich am 14. Januar, bevor das WEF offiziell beginnt. Das Forum wäre mit seiner Infrastruktur ausgerüstet für ein solches Treffen.
Wer an den Friedensgesprächen teilnehmen soll, ist noch offen. Auch die Teilnahme von Selenski ist nicht gesichert.
- Wie der ukrainische Präsident die Schweiz überrascht – Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link.
- Es wäre nicht die erste Ukraine-Konferenz in der Schweiz: Im letzten Sommer hat in Lugano ein Treffen stattgefunden, bei dem es um den Wiederaufbau der Ukraine ging – Bericht von SRFExterner Link.
- Die Schweiz ist als neutraler Boden ein beliebter Treffpunkt: 1985 haben sich Ronald Reagan und Michail Gorbatschow in Genf die Hand gereicht – Rückblick auf das Genfer Gipfeltreffen von SRFExterner Link.
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Das sind die typischen Männer- und Frauenberufe.
Frauen können heute alles werden, was sie wollen. So tönt es oft aus liberalen Kreisen, für welche die Gleichstellung schon vollumfänglich abgeschlossen ist. Rechtlich mag das stimmen, doch in der Realität sieht es jedoch immer noch anders aus.
Watson zeigt heute in einem spannenden Artikel den Frauen- und den Männeranteil in verschiedenen Berufen und Studienrichtungen. Im Bereich Elektrizität und Energie sind nur 3 Prozent der Lernenden weiblich, während es in der Krankenpflege und Geburtshilfe 85 Prozent sind. Solche Verteilungen können in allen Ausbildungsstufen beobachtet werden, an der Universität sind zwei Drittel aller Wirtschaftsstudierenden männlich, beim Fach Recht dagegen ist es genau umgekehrt.
Ist denn schlimm, wenn gewisse Berufe hauptsächlich von Frauen oder von Männern ausgeübt werden? Grundsätzlich Nein. Aber es spielt eben noch viel mehr mit. Die Mehrheit der typischen Frauenberufe ist schlechter bezahlt. Und wenn sie in einem Männerberuf arbeiten, haben sie auch dort schlechtere Lohn- und Karriereaussichten. Pikantes Detail: Wenn der Frauenanteil in einem Beruf zu hoch wird, verlassen ihn die Männer.
- Männer- und Frauenberufe: Zahlen und Hintergründe im Artikel von WatsonExterner Link.
- Frauen verdienen oft immer noch weniger als Männer. Wer ist schuld am Gender Pay Gap? Der Podcast «Die Tages-Anzeigerin»Externer Link des Tages-Anzeigers hat diese Frage behandelt.
- Eine Studie der Hochschule St. Gallen ist zum Schluss gekommen, dass in der Schweiz Frauen beim Lohn kaum diskriminiert werden – Artikel von WatsonExterner Link.
Die Schweizer:innen sind auf den Geschmack von Austern gekommen.
Jetzt ist wieder Zeit für Weihnachtsmärkte. Heimelige Stimmung, ein heisser Glühwein und dazu eine Auster. Wie bitte? Das ist ernst gemeint, Austern sind in der Schweiz auf dem Vormarsch.
Schon immer war die Auster eine Delikatesse, die in der Weihnachtszeit ihren saisonalen Höhepunkt erreicht hat. Doch es scheint, als ob die Muschel langsam ihr nobles Image ablegt. So gibt es sie in der Schweiz auch an Weihnachtsmärkten zu kaufen.
Das Geschäft laufe sehr gut, sagt ein Genfer Standbetreiber zur Nachrichtenagentur SDA. Der Weihnachtsmarkt als Verkaufsort eignet sich auch bestens, um Hemmungen gegenüber der schlüpfrigen Meeresfrucht abzubauen: Viele sind neugierig und probieren zum ersten Mal eine Auster.
Die Nachfrage in der Schweiz nach Austern ist steigend, hält die Nachrichtenagentur SDA fest. Dabei ist eine Art Röstigraben feststellbar: Je näher Frankreich liegt, desto mehr Austern werden konsumiert.
- Die Schweizer:innen sind offen für Neues: Nachfrage nach Austern steigt – SDA-Bericht via SWI swissinfo.ch.
- Die Schweizer Weihnachtsmärkte sind heute auch eine Art Food Festival, und die Preise sind gesalzen. Ein Spätzli-Verkäufer erzählt WatsonExterner Link, was er davon hält.
- Der Schnee von letzter Woche ist im Unterland längst wieder weggeschmolzen, wie sehen die Chancen für weisse Weihnachten aus? Die Schweizer IllustrierteExterner Link hat bei einem Wetterpropheten nachgefragt.
- A propos Weihnachten: Haben Sie schon nachgeschaut, was sich hinter dem heutigen Türchen im SWI-Adventskalender verbirgt?
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Trotz der Gräuel den Respekt nicht verlieren: Der erste Hochkommissar für Menschenrechte blickt auf sein Amt zurück.
Am Sonntag war Tag der Menschenrechte. Meine Kollegin Imogen Foulkes hat mit dem ersten Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte ein Gespräch über sein Amt geführt.
Die Erklärung der Menschenrechte wurde 1948 verfasst. Aufgrund der weltpolitischen Lage und weil sich die Länder nicht einig waren, wurde ihre Umsetzung jahrzehntelang blockiert. Jose Ayala Lasso trat sein Amt 1994 an und wurde gleich mit einem sehr schwierigen Fall konfrontiert – dem Völkermord in Ruanda.
Lasso reiste nach Ruanda. Seine Intervention kam zu spät, aber seine Herangehensweise blieb auch in den kommenden Jahren gleich. Lasso setzte auf Intervention und Dialog, immer im Hinblick auf den Menschen. «Das Grundprinzip ist der Mensch. Die Menschen müssen respektiert werden», sagt er.
- Der erste Menschenrechtskommissar der UNO blickt zurück – Artikel von SWI swissinfo.ch.
- Für unseren englischsprachigen Podcast Inside Geneva haben wir alle ehemaligen UNO-Hochkommissarinnen und -kommissare für Menschenrechte befragt.
- Im März wurde die Erklärung der Menschenrechte 75 Jahre alt. Wir haben gefragt: Ist sie heute noch relevant? Artikel von SWI swissinfo.ch.
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