Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Was haben Russland und die Schweiz gemeinsam? Im Moment sind es Parlamentsabgeordnete, die die Pressefreiheit einschränken wollen.
Freundliche Grüsse aus Bern
Sind sie auf Telegram? Dann können Sie hier unserem Kanal folgenExterner Link und erhalten alle Artikel direkt auf Ihrem Handy!
Wem schadet unabhängiger Journalismus? Diese Frage sollten Sie im Hinterkopf behalten, wenn Sie Folgendes lesen.
Der Ständerat verlangt mit einem Postulat vom Bundesrat, dass dieser prüfen soll, «ob die Veröffentlichung rechtswidrig erhobener Daten unter Strafe gestellt werden soll». Was unverfänglich klingt, ist ein Angriff auf den investigativen Journalismus, der seinesgleichen sucht – ähnliches wird gerade im russischen Parlament diskutiert, und schon das allein sollte alle Alarmglocken zum Läuten bringen.
Die vielleicht wichtigste Rolle des Journalismus ist der kritische Blick auf die Macht und die Mächtigen. Das heisst also, dass er dorthin schauen soll, wo man nicht hinschauen soll. Was das Postulat nun verlangt, ist, dass Medien nur noch mit Quellen arbeiten dürfen, die offiziell zur Verfügung gestellt werden – vom Staat, von Unternehmen, von Organisationen.
Man muss nicht lange erklären, weshalb das für die Pressefreiheit problematisch ist. Ich möchte Sie noch auf eines hinweisen: Während die Medienbranche immer weiter abbaut und die öffentlich-rechtlichen Anstalten politisch vermehrt unter Druck kommen, werden die PR- und Kommunikations-Abteilungen sowohl im Staat wie in der Wirtschaft ausgebaut. Die Schlussfolgerung überlasse ich Ihnen.
- Hier finden SieExterner Link den Kommentar des Tages-Anzeigers.
- Auch das Branchenmagazin Inside IT hat einen scharfen KommentarExterner Link verfasst.
- Die Plattform investigativ.ch hat einen offenen Brief verfasstExterner Link.
Die UNO muss sparen – und schliesst den Palais des Nations für die Feiertage.
Das ist schwer zu verdauen: Der Palais des Nations, die UNO-Zentrale in Genf, wird über die Feiertage geschlossen, weil die UNO Geldprobleme hat und sparen muss. Bis zum 7. Januar ist das globale Zentrum des Internationalen Genf geschlossen.
Gestiegene Stromkosten und ausbleibende Mitglieder-Beiträge haben offenbar dazu geführt, wie diverse Westschweizer Medien schreiben: Von den 193 Mitgliedstaaten haben 141 noch nicht bezahlt.
Übrigens hat auch SWI ein kleines Büro im Medienzentrum. Meine Kolleginnen und Kollegen müssen in dieser Zeit notgedrungen zuhause arbeiten, denn Strom und Heizung werden abgestellt. «C’est la crise», fasst die Zeitung Le Temps lapidar zusammen.
- Hier finden SieExterner Link den Artikel von Le Temps (auf Französisch).
- Auch das Westschweizer Fernsehen RTS hat berichtetExterner Link (auf Französisch).
- Meine Kollegin Akiko Uehara von unserem Genfer Büro fasst zusammen (auf Englisch).
SRG-Umfrage: 4 von 5 glauben, dass das Wohlstandsgefälle in der Schweiz zu gross ist.
Die neueste Folge von «dialog» widmet sich der Frage, ob die Ungleichheit zwischen Arm und Reich in der Schweiz zu gross ist. Einer grossangelegten Umfrage der SRG zufolge sagen 80% der Bevölkerung: Ja.
Bei der Einkommensungleichheit liegt die Schweiz zwar im internationalen Vergleich im Mittelfeld, diese Ungleichheit ist laut einer Expertin auch nicht wesentlich gestiegen. Aber das Gefühl in der Mehrheit ist dennoch da. Und die Verteilung der Vermögen ist auch deutlich weniger ausgeglichen.
Ich habe übrigens den Titel zwischendurch falsch gelesen. Ich las: «Mehrheit findet: Ungleichheit zwischen Arm und Schweiz nimmt zu». Dieser freudscher Verleser ist wohl der Arbeit bei SWI geschuldet, wenn man ständig globale Themen im Fokus hat…
- Nehmen Sie hier teil am neuen «dialog».
- Armut in der reichen Schweiz – hier geht es zu unserem Let’s Talk-Video.
Unser Adventskalender: Öffnen Sie das 18. Türchen und schauen Sie sich einen neuen Film an.
SWI swissinfo.ch hat für Sie als Teil der Community der Auslandschweizerinnen und -schweizer einen speziellen Adventskalender parat. Bis zum 24. Dezember können Sie bei uns jeden Tag einen neuen Film sehen.
Der heutige Film dreht sich um ein (nicht nur) schweizerisches Thema: Das liebe Geld.
Unser Kalender ist eine Auswahl aus unserer Sammlung Swiss Films. Sie wurden alle von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG, der Muttergesellschaft von SWI swissinfo.ch, produziert oder koproduziert.
Falls Sie Lust auf mehr bekommen, können Sie auf der SRG-Plattform Play Suisse nach weiteren Schweizer Filmen stöbern – das Streamen ist gratis.
- Swiss Films Adventskalender von SWI swissinfo.ch.
- Play Suisse StreamingplattformExterner Link.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards