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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

In vielen Kantonen beginnen heute die Schulferien. Die Schweiz begibt sich in den Sommermodus.
 
Doch für viele geht die Büez weiter. Die Schweizer Fussballer arbeiten gewiss gerne, sie stehen im Achtelfinal der WM. Auch viele Schulleiter:innen sind noch aktiv. Sie müssen rekrutieren, denn nach der Sommerpause fehlen Lehrerkräfte. Und die Migros nimmt die erste Filiale in Betrieb, die an 365 Tagen während 24 Stunden geöffnet bleibt.
 
Pausen werden rar.
 
Geniessen Sie also Ihr Wochenende!

Breel Embolo, Johan Manzambi, Dan Ndoye and Denis Zakaria feiern das erste Goal des Spiels gegen Algerien.
Breel Embolo, Johan Manzambi, Dan Ndoye and Denis Zakaria feiern das erste Goal des Spiels gegen Algerien. Keystone

Die Schweiz besiegt im Sechzehntelfinal der Fussball-Weltmeisterschaft in Vancouver Algerien mit 2:0. Sie spielte abgeklärt und reif.

Nach dem Sieg war die Freude gross. Kommentator:innen sprachen von der «reifen Leistung einer erfahrenen Mannschaft» (SRF). «Die Nati schlägt die Nordafrikaner im Stil einer Klasse-Mannschaft», schreibt Watson. «Das Schweizer Team zeigt eine routinierte, erwachsene und abgeklärte Leistung», kommentiert der Tages-Anzeiger. Nun geht es am Dienstag im Achtelfinal weiter gegen Kolumbien oder Ghana.

Die Treffer erzielten Breel Embolo und Dan Ndoye. Johan Manzambi begeisterte auch an diesem Spiel. Wieder hat der 20-jährige Schweizer ein Tor vorbereitet. Mit fünf Torbeteiligungen in den bisherigen Spielen ist er in der Schweizer Mannschaft zur entscheidenden Grösse geworden.

Begeistert hat auch Bundespräsident Guy Parmelin, der das Spiel vor Ort verfolgte. «Switzerland – Great Since 1291» stand auf seiner roten Mütze, die Parmelin im Stadion trug – eine Anlehnung an Donald Trumps oft getragene rote MAGA-Mütze.  

"Wir hatten in der SVP einen Deal": Peter Spuhler, einflussreicher Sponsor der Partei.
«Wir hatten in der SVP einen Deal»: Peter Spuhler, einflussreicher Sponsor der Partei. Keystone / Christian Beutler

Risse in der SVP: Bisher hat die Schweizerische Volkspartei Millionäre und Bauern hinter ihren Zielen vereint. Jetzt droht ein Auseinanderdriften.

SVP-Grösse Peter Spuhler, wirft dem Schweizer Bauernverband in der Diskussion um das Mercosur-Abkommen einen Vertrauensbruch vor. Es sei ein «No-Go», dass der Bauernverband das Freihandelsabkommen torpediert habe, sagte Spuhler in einem Interview mit Blick. Das Mercosur-Abkommen ist für die Wirtschaft wichtig. Die Bauern sehen es als Bedrohung und verweigerten im Nationalrat, den Freihandelsvertrag zu ratifizieren.

«Wir hatten in der SVP-Fraktion einen Deal: Wir helfen den Bauern, die Bauern helfen uns», erklärt nun Spuhler. «Ich verteidige unseren Bauernstand. Aber in dieser schwierigen Phase erwarte ich, dass die Bauern auch die Wirtschaft unterstützen.»

Es gilt als grosse Leistung der SVP, dass die einstige Bauernpartei, die seit Jahrzehnten von millionenschweren Unternehmer:innen geführt und finanziert wird, den Spagat zwischen Geld und Gülle jederzeit schaffte.  Ist es damit nun vorbei? «Wenn die Bauern die Wirtschaft derart erpressen, geht die Rechnung für alle nicht mehr auf», warnt jedenfalls Peter Spuhler, der Patron des Zugbauers Stadler Rail.

Das Personal geht um 19 Uhr in den Feierabend: Migros bringt den 24-Stunden-Shop.
Das Personal geht um 19 Uhr in den Feierabend: Migros bringt den 24-Stunden-Shop. Keystone / Gaetan Bally

Die Migros bringt das Einkaufen rund um die Uhr in die Schweiz: Der Detailhändler nimmt in Herisau den ersten Supermarkt mit durchgehenden Öffnungszeiten in Betrieb.

Mit dem Pilotprojekt in Herisau reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten in der Schweiz. Der Laden ist eine normale Migros-Filiale, in der bis 19 Uhr Personal arbeitet. Danach wechselt das Geschäft in einen Selbstbedienungsmodus. Die Kunden erhalten über einen QR-Code Zutritt zum Geschäft. Sie bezahlen ihre Einkäufe an den Self-Checkout-Kassen.

Die Filiale ist mit knapp 300 Quadratmetern eher klein. Erhältlich seien etwa 7000 Artikel. Man brauche für den unbemannten Betrieb eine kompakte Filiale mit einem eingeschränkten Sortiment, sagt ein Verantwortlicher bei der Präsentation des Projekts. Eine grosse Filiale eigne sich nicht für einen Betrieb ohne Personal.

Dass die erste 24-Stunden-Migros-Filiale in Herisau eröffnet wurde, hat mit den flexiblen Behörden in Appenzell Ausserrhoden zu tun. Die Migros will weitere 24-Stunden-Filialen eröffnen. Wie viele solche Läden geplant seien, behält das Unternehmen aber für sich.

Gesuchte Fachkraft: Primarlehrer.
Gesuchte Fachkraft: Primarlehrer. Keystone / Cyril Zingaro

Schweizweit suchen Schulen Lehrerinnen und Lehrer für das neue Schuljahr. Der Wettbewerb läuft über die Löhne.

Für Schülerinnen und Schüler in vielen Kantonen ist heute der letzte Schultag, doch für die Schulen geht die Arbeit weiter. Sie suchen Personal. Qualifizierte Lehrkräfte sind gefragt. Um sie anzuwerben, müssen die Gemeinden und Kantone auch immer mehr zahlen.

Thomas Minder, Präsident des Verbandes der Schweizer Schulleiterinnen und Schulleiter beobachtet im Kampf um Lehrkräfte vermehrt einen Lohnwettbewerb zwischen den Kantonen. Die Rekrutierungen kommen die Kantone und Gemeinden damit immer teurer zu stehen. Der Medianlohn, der in der Schweiz für Berufseinsteiger mit Mitte 20 gezahlt wird, beträgt rund 85’000 Franken brutto pro Jahr.

«So wird der Personalmangel zwischen den Kantonen hin- und hergeschoben», sagt Minder zu SRF. Akut sei die Personalsituation bei den Lehrpersonen derzeit vor allem in Bern. Besser dafür in Zürich und der Ostschweiz, wo höhere Löhne bezahlt würden.

Der Personalmangel an den Schweizer Schulen dürfte sich in den nächsten Jahren nicht entschärfen. Viele Kantone rechnen damit, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler weiter stark ansteigen wird.

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