Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Mit der massiven Verbreitung der künstlichen Intelligenz ist das, was noch vor kurzer Zeit nach einem Science Fiction Roman klang, längst Teil unseres Alltags geworden: Gesellschaft und Arbeitswelt werden grundlegend verändert.
Was sollten die Länder tun, um KI zu regulieren, die viele Chancen bietet, aber ebenso viele Bedenken aufwirft? Ein internationaler Dialog auf der Suche nach einer Antwort läuft dieser Tage in Genf.
Und wie ist es bei Ihnen: Hat die KI Ihr Leben verändert?
Heute wurde in Genf der erste Weltdialog zur Governance der Künstlichen Intelligenz eröffnet. Der Gipfel bringt Regierungen, Technologieunternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Er wird von den Vereinten Nationen organisiert und hat das Ziel, mögliche Regulierungsformen der KI zu diskutieren.
In seiner Eröffnungsrede nannte UNO-Generalsekretär António Guterres drei KI-Hauptrisiken: die rasante Geschwindigkeit der KI-Entwicklung, die Konzentration der Kapazitäten dieser Technologie in den Händen weniger Unternehmen und Länder sowie die Bedrohung, die KI-generierte Inhalte für die Integrität von Informationen und das Vertrauen in Fakten darstellen. Guterres betonte zudem die Gefahren des militärischen Einsatzes dieser Technologie sowie die Umweltauswirkungen von Rechenzentren.
Während dieses ersten Dialogs zur KI-Governance werden die Delegationen die Schlussfolgerungen der ersten weltweiten und unabhängigen wissenschaftlichen Bewertung zur KI prüfen, die von der UNO-Generalversammlung in Auftrag gegeben wurde.
Ein umfassenderer Bericht ist für das nächste Jahr geplant, zeitgleich mit einem zweiten Weltgipfel zu diesem Thema, der in New York stattfinden wird.
Das Martyrium der Bezügerinnen und Bezüger der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) mit Wohnsitz in Russland und Weissrussland, die seit rund sechs Monaten keine Renten mehr erhalten hatten, ist vorbei.
Dies meldet das Portal Infosperber, das im Mai als erstes Medium über das Problem berichtet hatte. Es betraf rund sechzig Personen, die kein Bankkonto in der Schweiz, sondern nur im Wohnsitzland besitzen.
Seit Anfang 2026 erhielten sie aufgrund der Zurückhaltung der Banken, die befürchteten, im Kontext der Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland und Weissrussland in rechtliche Schwierigkeiten zu geraten, keine Altersrenten aus der Schweiz mehr, obwohl sie auf diese Anspruch hatten.
Vergangene Woche gab die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS), die für die Auszahlungen zuständig ist, bekannt, dass «eine Lösung gefunden wurde, welche die Wiederaufnahme der Zahlungen ab Juli 2026 ermöglicht». Die Zahlungen würden über eine Korrespondenzbank im Ausland abgewickelt.
Im Jahr 2025 wurden 2380 Kinder und Jugendliche in einer Schweizer Kinderklinik wegen eines mutmasslichen oder bestätigten Misshandlungsfalls behandelt. Dies entspricht einem Anstieg von rund 14% gegenüber dem Vorjahr und stellt den höchsten Wert seit Beginn der nationalen Datenerhebung im Jahr 2009 dar.
Laut der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) war körperliche Gewalt mit 756 Fällen die häufigste Form der Misshandlung, wenn auch ihr prozentualer Anteil im Vergleich zu 2024 leicht zurückging. Deutlich zugenommen haben die Fälle psychischer Misshandlung, die um ein Drittel auf insgesamt 582 Fälle angestiegen sind.
Die Kliniken verzeichneten ausserdem im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahlen bei Vernachlässigung (699 Fälle) und sexuellem Missbrauch (325 Fälle).
Laut SGP zeigen diese Zahlen, dass ein wirksamer Kinderschutz, der auf früher Prävention und gezielter Unterstützung von Familien basiert, unerlässlich bleibt. Das Thema ist auch auf Gesetzesebene aktuell: Seit dem 1. Juli ist der Grundsatz der gewaltfreien Erziehung von Kindern im Schweizerischen Zivilgesetzbuch verankert. Die im letzten Sommer vom Parlament verabschiedete Änderung verbietet ausdrücklich körperliche Bestrafungen und andere erniedrigende Behandlungen von Minderjährigen.
Die Schweiz sollte eine echte Neutralität an den Tag legen und den gleichen Abstand zu China und Taiwan wahren. Diese Kritik an der Schweiz äusserte der stellvertretende Aussenminister Taiwans, Chih-chung Wu, in einem Interview mit RSI.
Wie die meisten Länder der Welt anerkennt die Schweiz die Volksrepublik China, nicht aber Taiwan. Wu zufolge führt diese Haltung eines Landes, das sich wie die Schweiz als neutral bezeichnet, zu Missverständnissen. Er wünscht sich mehr politische Kontakte. «Ihr redet normal mit China, aber nicht mit Taiwan», bedauert er.
Diese Bedenken stossen im Schweizer Parlament nicht auf völlig taube Ohren. Der sozialdemokratische Nationalrat Jon Pult (SP) erinnert daran, dass die Grosse Kammer für stabile Beziehungen mit dem taiwanesischen Parlament gestimmt hatte, der Ständerat jedoch dagegen. «In der Schweizer Politik gibt es eine Zurückhaltung, da die Angst besteht, Peking zu sehr zu verärgern. Dabei sollten wir etwas mutiger sein und nicht-offizielle, aber konkrete und praktische Beziehungen auf wirtschaftlicher, kultureller und gesellschaftlicher Ebene mit Taiwan pflegen», sagt Pult.
Piero Marchesi, Nationalrat der Schweizerischen Volkspartei (SVP), sieht das anders: «Es ist offensichtlich, dass wir starke wirtschaftliche Interessen mit China haben. Aber die Frage der Unparteilichkeit gegenüber Taiwan stellt sich.» Der Parlamentarier erinnert daran, dass das Ziel der von der SVP lancierten Neutralitätsinitiative, über die das Volk im September abstimmen wird, darin besteht, «dafür zu sorgen, dass die Schweiz so unparteiisch wie möglich ist».
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