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Bedrückte Stimmung beim Schweizer Kontingent in Hebron

Seit 1997 sind die neutralen Beobachter des TIPH in Hebron stationiert, um durch ihre Präsenz die angespannte Situation zu beruhigen. Keystone

Die Gewalt im Heiligen Land bedrückt das Schweizer Kontingent der internationalen Beobachter in Hebron sowie die wenigen Schweizer Geistlichen und Pilger in Jerusalem. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten reisten nur wenige in die Heilige Stadt.

Die meisten der acht Schweizer unter den 85 Mitgliedern der internationalen Beobachtermission in Hebron (TIPH) werden die Ostertage in Hebron verbringen. «Ein einziger ist in die Schweiz gereist», erklärt Arnaud Gallay, der Kommandant des Schweizer Kontingents.

«Das lange Wochenende bleiben wir auf der Hut, bereit zum Einsatz, falls es irgendwo in der Stadt zu einem Zwischenfall kommt», sagte Gallay, der die Gewalt jeden Tag erlebt.

Liebe oder Politik

Auf der Via Dolorosa in der Altstadt von Jerusalem findet sich unter den gelichteten Reihen der Pilger auch ein Schweizer. Der Priester Gilbert Enel aus La Chaux-de-Fonds klagt: Er findet, dass die Osterfeiern der Christen und das Passah-Fest der Juden (zum Frühlingsvollmond) Symbole des Friedens sein sollten.

«Klar befinden wir uns in einer Konfliktsituation, wo jeder seiner Geschichte entsprechend etwas verlangt. Aber ich glaube daran, dass eher die Liebe zwischen den Menschen als die Politik es ermöglichen wird, eine Lösung zu finden», erklärte Enel weiter.

Der Direktor der Bibelschule in Ost-Jerusalem, der Freiburger Jean-Michel Poffet, zeigt sich angesichts des derzeitigen Schicksals der palästinensischen Christen sehr bedrückt. Wegen der andauernden Abriegelung der Autonomiegebiete dürfen sie in diesem Jahr nicht an die Osterfeiern nach Jerusalem reisen.

swissinfo und Agenturen

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