Mit Maschinenpistolen Casino Basel geknackt

Eine Gruppe von zehn vermummten und bewaffneten Männer hat um vier Uhr am Sonntagmorgen das Grand Casino Basel überfallen. Die Täter erbeuteten mehrere 100'000 Franken. Zum Zeitpunkt des Überfalls befanden sich rund 600 Gäste im Casino.

Dieser Inhalt wurde am 28. März 2010 - 11:57 publiziert

Die zehn durch Sturmhauben vermummten Männer fuhren gemäss Angaben der Basler Staatsanwaltschaft mit zwei grauen Audis mit französischen Kennzeichen vor und stürmten das Casino. Während einer der Täter mit einem Vorschlaghammer die Eingangstüren zertrümmerte, rannten die mit Maschinenpistolen und Pistolen bewaffneten Täter in den Eingangsbereich.

Dort bedrohten sie Gäste und Angestellte, welche sich auf den Boden warfen. Eine Tätergruppe stürmte ins Untergeschoss und überfiel die Kasse. Dabei fielen auch mehrere Schüsse, als sie versuchten, die Zugangstüren zum Tresor zu öffnen, was ihnen jedoch nicht gelang. Die zweite Gruppe begab sich ins Obergeschoss und raubte dort die Kasse aus.

Nach nur zehn Minuten flüchteten die Täter aus dem Casino, bestiegen ihre Fahrzeuge und wollten das Areal verlassen. Eine Frau, welche sich bei der Ausfahrt mit ihrem Fahrzeug zwischen den Täterfahrzeugen befand, wurde von den Männern aus dem Wagen gezerrt und geschlagen, so dass der Fluchtweg frei war.

Anschliessend flüchten die Täter mit ihren Fahrzeugen in hoher Geschwindigkeit in Richtung Flughafenstrasse. Möglicherweise haben sie bei ihrer Flucht auch auf ein anderes Fahrzeug geschossen. Wie die Täter die Flughafenstrasse, welche sich auf französischem Gebiet befindet, verlassen konnten, ist Gegenstand der Ermittlungen, welche zusammen mit den französischen Behörden geführt werden.

Die Grenze zu Frankreich und der Flughafen Basel-Mulhouse sind nicht weit entfernt. Die Grenze wird zumeist nicht mehr bewacht, da die Schweiz dem visafreien Schengen-Abkommen der EU beigetreten ist.

2008 liessen die Spieler rund 104 Mio. Franken im Casino, das als "Mini Las Vegas im Zentrum von Europa" wirbt.

swissinfo.ch und Agenturen

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