Greenpeace-Protest gegen Abholzung des indonesischen Regenwaldes
(Keystone-SDA) Jakarta – Aus Protest gegen die Abholzung der Regenwälder haben Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace in Indonesien Anlagen der Papier- und Zellstofffirma APP blockiert. 14 Aktivisten wurden in Pekanbaru auf der Insel Sumatra festgenommen, berichtete die Polizei.
Unter den Festgenommenen befindet sich nach Angaben von Greenpeace Schweiz auch die Schweizer Wald-Expertin Asti Roesle. Die Aktivisten hatten sich an Kräne gekettet, mit denen die Firma Exportcontainer verlädt. Vier Aktivisten hielten sich am Nachmittag noch auf den Anlagen auf, berichteten Augenzeugen.
Mit der Forderung «Waldzerstörung: Stoppt sie» richtet sich Greenpeace an alle Staatschefs. Dazu gehöre auch der Schweizer Bundesrat, heisst es auf der Website der Schweizer Sektion. Die Klimakonferenz von Kopenhagen im Dezember sei eine Chance, einen fairen und bindenden Klimavertrag zu verabschieden.
Wenn man die Klimakatastrophe verhindern wolle, müsse man die Regenwaldzerstörung stoppen. Um dies zu erreichen brauche es einen globalen Fonds, um Länder wie Indonesien finanziell dafür zu entschädigen, falls sie ihre Wälder nicht mehr abholzen, fordert Greenpeace.
In Indonesien stehen die Regenwälder grossenteils auf Torfmoorböden, die nach der Rodung zerfallen und Millionen Tonnen Treibhausgase in die Atmosphäre lassen. Deshalb ist das südostasiatische Land nach den USA und China der weltweit drittgrösste Produzent von Treibhausgasen.