Höchste Beteiligung an Stadtzürcher Wahlen seit fast 50 Jahren
In der Stadt Zürich haben die Stimmberechtigten am 8. März für die höchste Wahlbeteiligung seit fast 50 Jahren gesorgt. 1978 wurde zuletzt mehr als 50,4 Prozent erreicht. Viele Junge beteiligten sich stärker als früher. Ältere und vermögende Personen gingen aber am fleissigsten an die Urne.
(Keystone-SDA) Die Zürichberg-Quartiere Fluntern und Oberstrass wiesen mit 73 und 75 Prozent die höchsten Anteile an Abstimmenden aus, wie Statistik Stadt Zürich am Dienstag mitteilte. Hirzenbach in Schwamendingen kam dagegen nur auf 44 Prozent. In einigen Quartieren stieg die Beteiligung stark, etwa in Wollishofen (+14 Prozent), Hard (+15,1) oder Lindenhof (+15,6)
Die Statistiker werteten die Stimmrechtsausweise aus, ohne die Wahlzettel anzusehen. Es ist daher nicht sicher, ob die Personen gewählt oder nur abgestimmt hatten. «Die gleichzeitig stattfindenden und zum Teil stark polarisierenden nationalen Abstimmungen trugen wohl zur hohen Mobilisierung bei», heisst es in der Mitteilung. Die 50,4 Prozent sind der offizielle Wert der Beteiligung an den Wahlen am 8. März. 2022 lag die Beteiligung noch bei 43 Prozent.
Neu Eingebürgerte mit hoher Zahl
Neben den traditionell hohen Unterschieden zwischen den Quartieren verweist Statistik Stadt Zürich aber auch auf den hohen Anteil bei den jungen Wählenden und Erstwählenden. Alle Gruppen überschritten erstmals die 50-Prozent-Marke. Neu Eingebürgerte stechen hier mit 66 Prozent hinaus. Junge Frauen hätten sich zudem mehr beteiligt als junge Männer. Im Vergleich zu 2022 sei die Stimmbeteiligung junger Menschen überdurchschnittlich hoch gewesen, heisst es weiter.
Trotz all dieser Zahlen bleibe die politische Teilhabe ungleich verteilt, wie Statistik Stadt Zürich festhält. Wer älter ist und über ein höheres steuerbares Einkommen und Vermögen verfügt, beteiligt sich häufiger als andere.