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Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Nein, die Schweiz war keine Kolonialmacht. Aber manche Privatpersonen oder Firmen haben vom Sklavenhandel profitiert. Deshalb stellt sich auch in der Schweiz die Denkmal-Frage.

Herzliche Grüsse

Dieser Inhalt wurde am 12. Juni 2020 - 17:00 publiziert


Keystone / Ben Birchall

Sklavenhändler-Denkmäler in der Schweiz? Eine Online-Petition verlangt die Entfernung einer Statue von David de Pury, einem Schweizer Unternehmer, der im 18. Jahrhundert mit Diamantenhandel in Brasilien ein Vermögen gemacht hat. Mein Kollege Simon Bradley hat die Debatte in den Schweizer Medien verfolgt.

In den USA, Grossbritannien und Belgien wurden umstrittene Statuen von Demonstranten niedergerissen oder von lokalen Behörden entfernt. Auch in der Schweiz werden entsprechende Forderungen laut.

Zum Beispiel fordert eine Online-Petition die Entfernung der Statue von David de Pury in Neuenburg. Dieser sei am portugiesischen Hof als Diamanten- und Sklavenhändler tätig gewesen, argumentieren die Aktivisten.

Aktivisten fordern auch eine Umbenennung des Agassizhorns, einem Gipfel in den Berner Alpen. Der Gletscherforscher Louis Agassiz verbreitete nämlich im 19. Jahrhundert abstruse Rassentheorien.

Keystone / Christian Beutler

Der Fokus der Schweizer Bevölkerung hat sich von der veränderten Lebenssituation im Lockdown hin zur Politik und der wirtschaftlichen Situation verlagert. Das zeigt die jüngste Sotomo-Umfrage.

Nachdem die Bevölkerung die wirtschaftliche Situation die letzten Monate immer schlechter einschätzte, zeigt sich gemäss Sotomo-Umfrage erstmals eine Trendwende zum Positiven. Die vierte Corona-Umfrage wurde von der Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der SRG (SSR) durchgeführt, zu der auch swissinfo.ch gehört.

Sie zeigt unter anderem: Die Bereitschaft zur Installation der Tracing App "SwissCovid" ist seit April von 65 auf 54 Prozent gesunken. Eine Maskenpflicht hat es in der Schweizer Bevölkerung zunehmend schwer.

Während vor einem Monat noch über 50 Prozent von einer Zunahme der Ansteckungen in Folge der Lockerungen ausgegangen sind, geht jetzt nur noch ein Viertel von steigenden Fallzahlen in den nächsten Wochen aus.

Keystone / Jean-christophe Bott

Laut einer Umfrage von Tamedia zum Thema Home-Office arbeiten die meisten zu Hause konzentrierter und haben mehr Zeit für die Kinder. Doch der Austausch mit dem Team fehlt.

Eine Mehrheit beurteilt in der Umfrage Home-Office positiv, auch wenn negative Seiten ebenfalls genannt werden. Vier von fünf Befragten kamen mit der Heimarbeit gut zurecht. "Nicht besonders gut" oder sogar "schlecht" ging es nur 4,5 Prozent der Befragten.

Den grössten Vorteil von Home-Office sehen die meisten Befragten darin, dass der Arbeitsweg wegfällt. Ebenfalls genannte Vorteile: Konzentrierteres Arbeiten, flexiblere Einteilung der Arbeitszeit sowie besseres Essen (weil man selbst kochen kann).

Für viele Familien war Home-Office vor allem in der Zeit, in der Schulen und Kitas geschlossen waren, eine Herausforderung. Zwei von drei Befragten gaben zudem an, dass ihnen der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen fehle.

© Keystone / Gaetan Bally

In einer internen Befragung der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) sprachen sich 60 Prozent der Basis für die Fusion mit der CVP zu einer neuen Mittepartei aus. Das teilte die BDP am Donnerstag mit.

Rund 60 Prozent der Befragten unterstützen Namensideen für die neue Partei wie "Die Mitte", "Mitte Schweiz" oder "Allianz der Mitte". BDP-Chef Martin Landolt leitet daraus ab, dass sich der Begriff "Mitte" in dem künftigen Parteinamen niederschlagen muss. Die CVP müsste also auf ihr christliches C verzichten.

CVP-Chef Gerhard Pfister zeigte sich gegenüber dem Tages-Anzeiger erfreut über das Umfrageergebnis. Die Namensfrage sei kein unüberwindbares Hindernis: "Ziel ist es ja, eine neue Partei zu gründen – da muss man natürlich über den Namen diskutieren."

Gestärkt durch diese Umfrageergebnisse will jetzt die BDP die Gespräche mit der CVP vorantreiben. Bereits nächste Woche werden Bundesparlamentarier beider Parteien zu einer ersten Verhandlungssitzung zusammenkommen. Möglicherweise bereits im November könnten die Mitglieder beider Parteien über die Fusion entscheiden.

swissinfo.ch

Und zum Schluss noch dies: Wir planen am 16. Juni 2020 um 15.00 Uhr ein informelles, virtuelles Gespräch mit der Auslandschweizer-Community über das Thema "Zurück in die Schweiz?".

Dieses Gespräch soll ein kleines Experiment für einen "etwas anderen" Austausch miteinander sein.

Interessierte Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer können sich via Link in unsere Videokonferenz einschalten, mitreden oder Fragen stellen:

http://s.swissin.fo/7UIsgP0Externer Link

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