Immer mehr Menschen in der Schweiz erkranken durch Lebensmittel
In der Schweiz haben die durch Lebensmittel verursachten Krankheiten im Jahr 2025 zugenommen. Mit 8654 laborbestätigten Fällen war die Campylobacteriose die häufigste Infektion, gefolgt von der Salmonellose mit 2280 Fällen.
(Keystone-SDA) Infektionen mit dem Shigatoxin-bildenden Bakterium Escherichia coli (STEC) wurden 1433 Mal nachgewiesen, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilten. Diese Zahlen seien zwar stabil, bewegten sich jedoch auf hohem Niveau.
Signifikanter Anstieg
Die kantonalen Behörden meldeten dem Bund für das Jahr 2025 zudem 72 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche. Im Vorjahr waren es 43 gewesen. Mindestens 660 Personen erkrankten, 21 mussten hospitalisiert werden und es gab zwei Todesfälle.
Laut BLV gibt der Anstieg aber kein Anzeichen für eine Verschlechterung der Lebensmittelsicherheit. Vielmehr sei die Entwicklung auf eine verbesserte Meldepraxis zurückzuführen.
Hohe Kosten wegen Durchfallerkrankungen
Die krankmachenden Keime sind in rohen Lebensmitteln wie Fleisch, Geflügel, Eiern, Fisch und Meeresfrüchten enthalten. Bei unsachgemässer Lagerung und Zubereitung können diese auf den Menschen übertragen werden und Magen-Darm-Krankheiten verursachen. Durchfallerkrankungen verursachen Kosten von bis zu 50 Millionen Franken, wovon 10 Millionen Franken auf die Campylobacteriose entfallen würden.
Die Behörden erinnerten daran, dass Lebensmittelunternehmen die geltenden Hygienevorgaben einhalten und die Lebensmittelsicherheit gewährleisten müssten. Konsumentinnen und Konsumenten könnten sich mit einfachen Hygieneregeln in der Küche schützen, etwa durch das vollständige Durchgaren von Fleisch.