In Uster fliegen die Späne für Zürichs hölzerne Wildtiere
Waldmaus, Blaumeise oder Reh: Im Sommer 2027 ziehen heimische Wildtiere als hölzerne Skulpturen von bis zu vier Metern Höhe in die Zürcher Innenstadt. In einer Werkstatt in Uster wird derzeit fleissig gesägt, gehobelt und geschnitzt.
(Keystone-SDA) Am Mittwoch zeigten die City Vereinigung und die Künstlerinnen und Künstler, wie die Holzskulpturen entstehen. Auf Zürcher Plätzen sollen bis zu vier Meter hohe Figuren stehen.
Mit der Sommeraktion «City Animals» will die City Vereinigung den Tieren, die längst in der Stadt Zürich zu Hause sind, Aufmerksamkeit schenken. Läden, Restaurants, Dienstleister oder Unternehmen können die handgefertigten Holztiere kaufen und ausstellen. Diese Figuren sind zwischen 40 Zentimetern und einem Meter gross.
Herden auf Plätzen
Die Wildtiere sollen auch Touristen anlocken und zusätzliche Laufkundschaft in die Geschäfte bringen. Infotafeln liefern den Passanten Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Tieren.
Zusätzlich sind Herden von jeweils sechs bis sieben Tieren an prominenten Standorten wie dem Paradeplatz oder dem Bahnhof Stadelhofen geplant. Diese werden von Sponsoren finanziert – und sind bereits vergeben.
Hergestellt werden die Skulpturen aus regionalem Holz von Kunstschaffenden aus dem Zürcher Oberland. Die Herstellung einer einzelnen Figur gibt rund drei Tage Arbeit.
Löwen, Kühe, Teddys, Blumentöpfe
In der Stadt Zürich gab es in der Vergangenheit bereits mehrere ähnliche Sommer-Aktionen: 1986 wurden Löwen als Wappentiere im öffentlichen Raum aufgestellt. 1998 folgte die bekannte «Kuh»-Aktion, die «Cow Parade», deren Konzept später auch in Städten wie Chicago, New York und London umgesetzt wurde.
Weitere Projekte der City-Vereinigung waren etwa gestaltete Sitzbänke im Jahr 2001 sowie Teddybären im Sommer 2005 und Riesenblumentöpfe 2009.