Italiens Aussenminister legt Blumen nieder und besucht Unglücksort
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani ist am Freitag ins Wallis gereist. Bei seiner Ankunft legte er einen Kranz nieder. Ausserdem lobte er die Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden.
(Keystone-SDA) Gegen 12.45 Uhr traf der italienische Aussenminister Antonio Tajani in Crans-Montana ein. Zusammen mit dem Präsidenten des Walliser Staatsrates, Mathias Reynard, sprachen sie vor den Journalistinnen und Journalisten, bevor sie einen Blumenkranz niederlegten und der Opfer gedachten – Schulter an Schulter.
Tajani zeichnete sich mit dem Finger ein Kreuz auf die Brust. Anschliessend gingen die beiden mit ihrer Delegation zum ausgebrannten Lokal und begaben sich hinter die weissen Sichtschutzhüllen.
13 verletzte italienische Staatsangehörige
Unter den Opfern der Brandkatastrophe befinden sich zahlreiche Italienerinnen und Italiener. Nach Angaben der italienischen Behörden wurden 13 italienische Staatsbürger in Spitäler eingeliefert, darunter drei in das Zentrum für Verbrennungsopfer von Niguarda bei Mailand. Sechs weitere gelten weiterhin als vermisst.
Vor den Medien sagte Tajani, dass seit Donnerstagmorgen der italienische Botschafter und der Generalkonsul in Genf in Crans-Montana seien, um den Italienern zur Seite zu stehen. Sie würden den Betroffenen die vorhandenen Informationen zukommen lassen und selber Informationen sammeln, um ein vollständiges Bild der Situation zu bekommen. Es gebe eine Einsatzzentrale, die auch italienische Familien unterstütze.
Vierte Person in Spezialzentrum in Mailand
Tajani lobte ausserdem die «sehr positive» Zusammenarbeit mit der Schweiz und erinnerte daran, dass er seit der Katastrophe mehrmals mit seinem Schweizer Amtskollegen Ignazio Cassis gesprochen hatte. Italien habe «grosse Bereitschaft» gezeigt, auch nicht-italienische Verletzte im italienischen Krankenhaussystem aufzunehmen, sagte er. In der Zwischenzeit sei ein vierter Verletzter in das Zentrum für Brandverletzungen in Niguarda bei Mailand aufgenommen worden.
«Wir sind also auch hier, um die Bereitschaft Italiens zu zeigen, mit der Schweiz zusammenzuarbeiten, sowohl in gesundheitlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die Polizei und den Zivilschutz», sagte er. Der Minister bot auch die Hilfe der transalpinen Forensik bei der Identifizierung der Opfer an.