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Japanischer Konzern übernimmt Autozulieferer TMD Friction

LEVERKUSEN (awp international) – TMD Friction aus Leverkusen, einer der international führenden Autozulieferer, wird von dem japanischen Industriekonzern Nisshinbo übernommen. Zusammen mit der Nisshinbo-Bremsensparte entstehe der weltweit grösste Hersteller von Bremsbelägen für die Automobilindustrie mit einem Gesamtumsatz von einer Milliarde Euro und mehr als 6000 Mitarbeitern, teilte TMD am Montag in Leverkusen mit. Der Kaufpreis liege bei 440 Millionen Euro. TMD war vor zwei Jahren knapp der Pleite entronnen.
TMD hatte Ende 2008 im Zuge der Wirtschaftskrise als einer der ersten grossen Automobil-Zulieferer Insolvenz angemeldet. Daraufhin wurde das Unternehmen von dem Londoner Finanzinvestor Pamplona Capital Management übernommen. Nach umfangreichen Investitionen in Kapazitätserweiterung und Produktentwicklung sei TMD gewachsen und sehe sich nun gut aufgestellt. 2010 erzielte TMD auch dank Zukäufen einen Umsatz von 637 Millionen Euro, 20 Prozent mehr als im Vorjahr.
TMD solle als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Nisshinbo geführt werden, das Management um Präsident Derek Whitworth bleibe im Amt. Die Übernahme werde die geplante Expansion von TMD beschleunigen, hiess es.
Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 4800 Mitarbeiter. In Deutschland arbeiten rund 2000 Menschen an den Standorten Leverkusen, Essen, Hamm/Sieg, Coswig und Rosbach/Taunus. Nisshinbo Holdings ist ein globaler Mischkonzern, der unter anderem in den Bereichen Bremsen, Mechatronik, Textilien und Elektronik tätig ist./pa/DP/tw

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