Kanton Bern ruft zu gegenseitiger Fürsorge bei Hitze auf
Mit dem Einsetzen der sommerlichen Hitze ruft der Kanton Bern die Bevölkerung auf, sich und andere zu schützen und auf gefährdete Personen im Umfeld zu achten. Gerade für ältere Menschen, Kleinkinder, Schwangere oder chronisch Erkrankte könne die Hitze zu einer Belastung werden.
(Keystone-SDA) FRÜHZEITIG HANDELN: Um gut durch die warmen und heissen Tage zu kommen, rät der Kantonsärztliche Dienst in einer Mitteilung vom Mittwoch, schon frühzeitig auf den eigenen Schutz und den Schutz der Nächsten zu achten. Gegenseitige Fürsorge lautet sein Rezept.
AUSREICHEND TRINKEN: Dies ist laut Kantonsärztlichem Dienst bei Hitze wichtig. Auf Alkohol sollte man jedoch verzichten. Ebenfalls sollte man beim Essen auf leichte Kost setzen.
NICHT ZU LANGE AN DIE SONNE: Weiter rät der Kanton, direkte Sonneneinstrahlung zu meiden, den Körper zu kühlen und nachts zu lüften. Ausserdem sollte man leichte Kleidung tragen.
KÖRPERLICHE ANSTRENGUNG: Sie sollte möglichst reduziert werden. Bei ersten Anzeichen von Schwindel, Übelkeit oder Erschöpfung sollten Betroffene nicht zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
MEDIKAMENTE: Hitze kann auch die Wirkung mancher Medikamente beeinflussen. Betroffene sollten im Zweifel mit medizinischem Fachpersonal sprechen.
ARBEIT: Auch am Arbeitsplatz ist es wichtig, dass Hitze als Gesundheitsrisiko ernst genommen wird. Der Kantonsarzt rät Unternehmen, klare Abläufe zu definieren und Hitzemassnahmepläne zu entwickeln und diese dann auch konsequent umzusetzen. Besonders gefährdete Personen seien wirksam zu schützen.
KÜHLERE ORTE: Gerade in den Städten ist es oft heisser als im Umland, da sich Beton und Asphalt stark erwärmen und Hitze abgeben. Weniger heiss ist es in Parks, auf Grünflächen oder im Wald. Abkühlung findet man mitunter auch in öffentlichen Gebäuden mit Klimaanlage, beispielsweise Gemeindezentren, Kirchen, Museen, Bibliotheken oder Einkaufszentren.
OZON: In den Sommermonaten steigt auch die Ozonbelastung. Das Gas kann Augen und Atemwege reizen. Zwischen Mittag und Abend ist die Ozonbelastung am höchsten, in der Nacht baut sie sich wieder ab. Körperliche Anstrengungen sollten daher in die Stunden am frühen Morgen oder späten Abend verlegt werden. Sport zu treiben empfiehlt sich im Wald oder in einem Park.