Kanton St. Gallen verhängt Massnahmen wegen Japankäfer
Im Raum Buchs und im angrenzenden Fürstentum Liechtenstein hat sich der Japankäfer ausgebreitet. Um eine weitere Ausbreitung des gebietsfremden Schädlings zu verhindern, verhängt der Kanton St. Gallen lokale Einschränkungen für Bewässerung, Schnittgut und den Transport von Pflanzen.
(Keystone-SDA) Der Japankäfer legt seine Eier in feuchte Grünflächen, frisst Bäume kahl, zerstört Wiesen und kann grossen Schaden in der Landwirtschaft verursachen, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung des Kantons St. Gallen heisst. Im Raum Buchs haben Fachleute des Kantons inzwischen 13 Exemplare des Japankäfers gefunden.
Bund verfügt Bekämpfung des Japankäfers
Laut Mitteilung muss ein Fund beim Bund gemeldet werden. Dieser hat den Kanton St. Gallen damit beauftragt, die Ausbreitung des gebietsfremden Käfers zu bekämpfen. Der Kanton arbeitet dabei mit dem Fürstentum Liechtenstein zusammen, wie er schreibt, und verfügt nun lokale Einschränkungen.
Innerhalb eines Kilometers eines Fundortes, dem sogenannten «Befallsherd», gelten demnach ab sofort «drei einfache Regeln»: Erstens sollen Grünflächen wie Rasen, Wiesen und Weiden bis Ende September nicht mehr bewässert werden. Blumen- und Gemüsebeete sowie Topfpflanzen dürften aber weiterhin gegossen werden. Zweitens solle Schnittgut bis Ende September ausschliesslich zur Verwertungsanlage Buchs (VfA) gebracht werden. Drittens dürften keine Pflanzen mit Wurzelballen oder in Töpfen aus dem Befallsherd transportiert werden.
Auch Landwirtschaft von Massnahmen betroffen
Darüber hinaus existiere eine Pufferzone zwischen einem und sechs Kilometern eines Fundorts, heisst es weiter. In dieser dürfe Schnittgut bis Ende September ausschliesslich zur VfA gebracht werden.
Für die Landwirtschaft, Gartenbaubetriebe sowie die Bauwirtschaft gelten laut Mitteilung im betroffenen Gebiet besondere Einschränkungen, die ebenfalls die Bewässerung und den Transport von Pflanzen betreffen.
Im Raum Buchs wurden Anfang August weitere lebende Japankäfer gefunden, nachdem Anfang Juli Fachleute des Kantons nahe einer Autobahn das erste Exemplar entdeckt und daraufhin verschiedene Fallen aufgestellt hatten.