Kantonsräte fordern 45 Millionen mehr für Schulhausbau in Uetikon
Der Bau der Berufsschule in Uetikon am See soll schon früher realisiert werden. Die Kommission Planung und Bau des Kantonsrats Zürich hat am Donnerstag beantragt, den Objektkredit um 45 Millionen Franken zu erhöhen. Der Regierungsrat setzte den Bau aus Kostengründen zurück.
(Keystone-SDA) Damit soll das geplante Gesamtprojekt auf dem früheren Areal der chemischen Fabrik Uetikon realisiert werden, teilte die zuständige Kantonsratskommission am Donnerstag mit.
Der Regierungsrat wollte Kosten sparen und klammerte für die Bewilligung des Objektkredits von 233,1 Millionen Franken den Bau der Berufsfachschule mit Aula und Mediathek vorerst aus. Auf diese Weise würde zuerst nur ein Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler erstellt.
Das entfachte jedoch eine intensive politische Diskussion. Mitte, GLP, Grüne und SP erachten die Projektänderungen als wenig sinnvoll. Synergien würden verloren gehen und zusätzliche Kosten entstehen.
Konsequent in Bildungsstandort investieren
«Wir investieren in die Zukunft unserer Jugend und in die Qualität unseres Bildungsstandorts», betonte Kantonsrätin Marzena Kopp (Mitte, Meilen) in einer Medienmitteilung der Fraktionen.
Die Planung des Bildungscampus Uetikon sei weit fortgeschritten, ergänzte Thomas Forrer (Grüne, Erlenbach) und mahnte: «Wer jetzt zentrale Gebäudeteile ausklammert, riskiert später hohe Merkosten.» Ein Campus für 2000 Schülerinnen und Schüler benötige eine Aula. Wenn schon in einen neuen Bildungsstandort investiert wird, dann konsequent, fand auch Claudia Hollenstein GLP, Stäfa).
Der Antrag war in der Kommission allerdings umstritten, sie überwies ihn nur mit 8 zu 7 Stimmen. Eine ablehnende Haltung nahmen SVP und FDP ein. Zwar sähen sie den Bedarf der Berufsfachschule nach neuem Schulraum, doch finanzpolitische Überlegungen würden überwiegen. Sie halten den Regierungsrat jedoch an, auf eine Lösung für die Berufsfachschule hinzuarbeiten.
Über den Objektkredit sowie den Änderungsantrag wird als nächstes der Kantonsrat entscheiden.