Kommission will Frist für Basler Hallenbad-Initiative verlängern
Die Volksabstimmung zur Initiative "50 Meter Hallenbad für Basel!" soll bis am 24. September 2028 stattfinden. Die Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates hat eine Fristverlängerung der Regierung für die Abstimmung zur Hallenbad-Initiative gutgeheissen.
(Keystone-SDA) Die Kommission erachtet es für sinnvoll, die Ergebnisse der Standortevaluationen abzuwarten, wie ihrem am Freitag veröffentlichten Bericht zu entnehmen ist. Sie erwarte aber von der Verwaltung, dass keine weiteren Verzögerungen für die Realisierung des «dringend benötigten» 50-Meter-Hallenbades mehr eintreten.
Die Resultate von Machbarkeitsstudien für vier Hallenbad-Standorte auf dem Klybeck-Areal 3, Rankhof, Feld 17 des St. Jakob-Areals und auf dem Westquai will die Regierung dem Grossen Rat gemäss Kommissionsbericht im Jahr 2027 vorlegen.
Komitee favorisiert St. Jakobs-Areal
Das Initiativkomitee stimmte der Fristerstreckung um 24 Monate zu. Es machte aber gemäss Bericht deutlich, dass es eine weitere Verzögerung nicht mehr toleriere – und ein Rückzug der Initiative nicht in Frage komme. Die Initiantinnen und Initianten würden zudem den Standort Feld 17 auf dem St. Jakobs-Areal für eine neue Schwimmhalle favorisieren.
Die kantonale Volksinitiative «50 Meter Hallenbad für Basel! – JETZT» wurde im Februar 2022 von einem breit abgestützten Komitee unter Federführung des Schwimmvereins beider Basel eingereicht. Sie verlangt den Bau einer Schwimmhalle mit einem 50-Meter-Becken.
Die Basler Regierung empfiehlt die Initiative zur Annahme. Sie wollte ursprünglich das Musical Theater umnutzen und dort ein neues Hallenbad bauen. Der Grosse Rat entschied allerdings vor knapp einem Jahr, dass das Musical Theater als Kulturbetrieb erhalten bleiben soll und die Schwimmhalle an einem anderen Ort entstehen soll.