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KORR/Swift baut neues Rechenzentrum in Diessenhofen

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 17:20 publiziert

(Neu: Die Angaben zur Zahl der Arbeitsplätze im ersten Abschnitt nach dem Lead wurden korrigiert - falsch: 300, richtig: 60 bis maximal 100.)
Diessenhofen TG (awp/sda) - Ende 2011 soll ein neues SWIFT-Rechenzentrum im thurgauischen Diessenhofen seinen Betrieb aufnehmen. Wie Stadtammann Walter Sommer gegenüber dem Schaffhauser "Radio Munot" ausführte soll mit dem Bau des Bankenrechenzentrums Mitte 2010 begonnen werden.
Das Zentrum kommt gemäss Sommer im Untergrund zu liegen, um die Daten optimal vor Anschlägen zu schützen. Bringen wird es anfänglich 60, später maximal 100 neue Arbeitsplätze, weshalb es Sommer als "Glücksfall für Diessenhofen" bezeichnete.
Die SWIFT - Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication - hatte 2008 bekanntgegeben, sie wolle in der Schweiz, im Raum Zürich ein neues Rechenzentrum einrichten. Dieses soll Ende 2009 in Betrieb gehen und 2012 in ein eigenes, neues Gebäude umziehen. Diese neue Gebäude entsteht nun in Diessenhofen entstehen.
Die SWIFT ist ein 1973 gegründeter Zusammenschluss der 2500 grössten Banken der Welt. SWIFT unterhält ein Telekommunikationsnetz, über das Geschäfte zwischen Banken, Börsen und Brokerhäusern abgewickelt werden.
Bereits Ende 2005 wickelte SWIFT laut dem Internetlexikon Wikipedia täglich Geschäfte im Wert von 4,5 Billionen Euro ab. Der SWIFT-Hauptsitz bevindet sich in La Hulpe in Belgion. Dazu kamen bisher je ein Rechenzentrum in den Niederlanden und den USA.
Ursprünglich wollte die SWIFT mit dem neuen Schweizer Rechenzentrum vermeiden, europäische Daten zum Zahlungsverkehr weiterhin über das Zentrum in den USA spiegeln zu müssen.
Dadurch sollten die Transaktionsdaten dem Zugriff der US-amerikanischen Behörden entzogen werden, die seit dem Terrorangriff vom 11. September 2001 Einblick nehmen. Ende Juli 2009 beschloss die EU aber, US-Terrorfahndern weiterhin einen Zugriff auf europäische Kontodaten zu ermöglichen.
rt

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