The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Debatten
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Gewitter beenden längste Berner Hitzeperiode seit Messbeginn

Keystone-SDA

Kräftige Gewitter haben am Mittwoch die längste je im Kanton Bern gemessene Hitzeperiode beendet. Zuvor hatte das Thermometer der Messstation Bern/Zollikofen während 14 aufeinanderfolgender Tage die Temperatur von mindestens 30 Grad Celsius erreicht.

(Keystone-SDA) Eine Hitzeperiode dieser Dauer hatte die Station seit Messbeginn im Jahr 1864 noch nie aufgezeichnet, wie ein Sprecher von Meteoschweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Der alte Rekord stammte aus dem Jahr 1947. Damals dauerte die Hitzeperiode zwölf Tage.

Warm waren während dieser Periode auch zahlreiche Nächte. Einen Rekord verzeichnete die Messstation Bern/Zollikofen beim höchsten je gemessenen Tagesminimum: In der Nacht auf den 28. Juni sank das Thermometer nicht unter 21,1 Grad Celsius.

Gewitter im Oberland, in Thun und in Bern

Kräftige Gewitter setzten dieser Hitzeperiode nun ein Ende. Zuerst betroffen waren am Dienstagabend das Berner Oberland und die Region Thun. Nebst grossen Mengen an Niederschlag fiel auch Hagel.

In der Nacht auf Mittwoch entlud sich dann lokal über der Stadt Bern eine heftige Gewitterzelle. Auch hier fiel viel Niederschlag sowie Hagel. Zudem erreichten einzelne Windböen Spitzen von knapp 80 km/h, wie der Meteoschweiz-Sprecher weiter sagte.

Am Mittwochvormittag schliesslich bildete sich eine kräftige Gewitterlinie vom Hochrhein bis in den Kanton Freiburg quer über das Mittelland. Die Stadt Bern war gemäss Meteoschweiz vom intensiven Regen am stärksten betroffen.

Bei der Polizei waren zwischen Dienstagabend und Mittwochmittag 15 Meldungen aus dem Berner Oberland und vier aus der Region Bern eingegangen, wie es auf Anfrage hiess. Schutz und Rettung Bern rückte insgesamt 75 Mal aus, wie ein Sprecher sagte. Primär wegen Wasser in Gebäuden, aber auch aufgrund umgestürzter Bäume und abgebrochener Äste.

Im Westen der Stadt Bern rückte der Zivilschutz aus, um Kellerräume eines Altersheims von Schlamm zu befreien, eine Hangsicherung zu errichten und das Gebäude mit Sandsäcken zu schützen, wie Schutz und Rettung Bern mitteilte.

Bernmobil stellte Tramverkehr komplett ein

Den Starkregen in Bern am Mittwochvormittag bekamen auch die Stadtberner Verkehrsbetriebe Bernmobil zu spüren. Sie stellten den Tramverkehr während 40 Minuten komplett ein. Das sei aus Sicherheitsgründen nötig gewesen, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Tramfahrerinnen und -fahrer müssten Schienen und Weichen jederzeit sehen können, um etwaige Hindernisse zu erkennen. «Ansonsten könnte ein Tram entgleisen.» Auch könnten die Fahrzeuge im Wasser Schaden nehmen.

Die komplette Einstellung des Tramverkehrs stelle für Bernmobil ein aussergewöhnliches Ereignis dar. Das Thema Starkregen beschäftige das Unternehmen. «Für gewöhnlich haben wir zwei bis drei neuralgische Stellen, an denen das Wasser nicht gut abfliesst. Aber das betrifft dann nur einzelne Linien.»

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft