Auguste Chabaud: Zwischen Paris und Provence (25.02.-28.05)
Die Frühlingsausstellung in der Lausanner «Fondation de l'Hermitage» zeigt eine Retrospektive von Auguste Chabaud (1882-1955). Der gebürtige Provenzale lebte und arbeitete lange in Paris und zählt zu den wichtigsten Vertretern des Fauvismus.
Die Frühlingsausstellung in der Lausanner «Fondation de l’Hermitage» zeigt eine Retrospektive von Auguste Chabaud (1882-1955). Der gebürtige Provenzale lebte und arbeitete lange in Paris. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Stadt und Land kommt in seinen Werken besonders zum Ausdruck.
Der 1882 in Nîmes geborene Chabaud zählt zu den wichtigsten Vertretern des Fauvismus, einer dem Expressionismus verwandten Stilrichtung, die von Künstlern um Henri Matisse in den Pariser Salons zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden ist.
Zwischen Stadt und Land
Für den jungen Maler war das brodelnde Leben in Frankreichs Hauptstadt eine Offenbarung: in schnellen Pinselstrichen malte er belebte Strassen, Szenen des Nachtlebens und Freudenhäuser. Die mit schwarzen Konturen umrahmten grellen Formen erinnern bisweilen an Karikaturen.
Doch so sehr Chabaud von der Grossstadt fasziniert war, so stark blieb er Zeit seines Lebens mit der ländlichen Provence verbunden. Nach Jahren des Pendelns zwischen Paris und Avignon liess er sich nach dem 1. Weltkrieg definitiv im Süden nieder.
In dieser Schaffensperiode zeigte er die Schönheit der Region ohne Hang zur Verklärung: von der Sonne versengte Landschaften; die in einfache Formen aufgelöste Natur, die im Laufe der Jahre nur mit einer ganz reduzierten Farbpalette wiedergegeben wird.
Die Hermitage zeigt bis zum 28. Mai gegen 100 Gemälde und 50 Zeichnungen des Künstlers (Bild: «Magic-City», ca. 1907, Öl auf Karton, 59 x 79 cm)
Auguste Chabaud
Fondation de l’Hermitage, Lausanne
25. Februar bis 28. Mai
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