DJ Bobo will in Sarajewo kulturelle Brücken schlagen
Im Rahmen eines interkulturellen Brückenprojekts will der Schweizer Showstar DJ Bobo (r.) am 1. April in Sarajevo seine neuste Show präsentieren. Das Projekt steht unter dem Patronat von Bundesrat Joseph Deiss (l.).
Im Rahmen eines interkulturellen Brückenprojekts will der Schweizer Showstar DJ Bobo (r.) am 1. April in Sarajevo seine neuste Show präsentieren. Das Projekt «Open Hearts Sarajevo» wird von der SP-Nationalrätin Vreni Müller-Hemmi (M.) geleitet und steht unter dem Patronat von Bundesrat Joseph Deiss (l.).
Wie Bundesrat Deiss an einer Medienkonferenz am Mittwoch (15.03.) in Bern verlauten liess, solle mit der Unterstützung durch die Schweiz die Verantwortung und das Engagement in Bosnien unterstrichen werden. Den Anlass gelte es als Zeichen der Lebensfreude und als kultureller Beitrag zu unterstützen.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und die Kommission für die Präsenz der Schweiz im Ausland (KOKO) werden je 25’000 Franken beisteuern. Vor Ort werden sich zudem Schweizer Gelbmützen um logistische Angelegenheiten kümmern.
DJ Bobo wird in der bosnischen Hauptstadt ohne Gage auftreten und sein neustes Programm «Mystasia» aufführen. Neben DJ Bobo tritt auch eine Band mit Flüchtlingen aus zehn Ländern (Friends United Refugees) auf.
Schweizerisch-bosnisches Treffen
Flankiert wird das Konzert durch ein Treffen von schweizerischen und bosnischen Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren, die vom Schul- und Sportdepartment der Stadt Zürich sowie dem National Coalition Building Institute International (NCBI) nach Sarajevo eingeladen wurden. Je 20 Jugendliche sollen sich an einem gemeinsamen Toleranz- und Tanzworkshop besser kennen lernen.
Wie die Präsidentin des Vereins «Open Hearts Sarajevo», Nationalrätin Vreni Müller-Hemmi, ausführte, sollen mit dem Anlass in Sarajevo Brücken gebaut und Freundschaften geschaffen werden. Junge Menschen, die sich über Kulturen und Ethnien hinweg mit Solidarität und Respekt begegnen, seien dafür die richtigen Friedens- und Toleranzbotschafter.
Bereits im August vergangenen Jahres war DJ Bobo im Rahmen eines «Open-Hearts»-Anlasses vor gut 150’000 Menschen in der albanischen Hauptstadt Tirana aufgetreten. «Open Hearts» ist eine Organisation, dies sich für die Verständigung zwischen Menschen einsetzt. Sie wurde als Nachfolgeorganisation von Rock gegen Hass 1998 gegründet.
swissinfo und Agenturen
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