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Erster «Grand-Slam»-Sieger des Schwingens

Sieger und neuer, stolzer Besitzer des Munis "Ivan" wurde Jörg Abderhalden (oben) gegen Daniel Odermatt. Keystone

Der Sieger des Kilchberger Schwingets heisst Jörg Abderhalden.

Bei Regen und Kälte setzte sich der 23-jährige Toggenburger vor 12’000 Zuschauerinnen und Zuschauern im Schlussgang nach nur zwei Minuten gegen den Innerschweizer Daniel Odermatt durch.

Jörg Abderhalden sprach nach dem Gewinn des Kilchberger vom «grössten Erfolg» seiner Karriere. «Ich wollte nach dem Eidgenössischen und Unspunnen auch in Kilchberg gewinnen. Und mir war klar, dass ich in sechs Jahren keine Chance mehr haben würde.»

Abderhalden ist der einzige Schwinger der Geschichte, der alle drei traditionellen Feste mit gesamtschweizerischem Charakter gewonnen hat: das eidgenössische Fest (1998 in Bern), das Unspunnenfest in Interlaken (1999) und neu auch den Kilchberger Schwinget.

Der aktuelle Schwingerkönig Arnold Forrer vergab seine Chancen mit einem Unentschieden im 5. Gang gegen den Berner Roger Brügger und belegte noch vor dem Innterschweizer Saisondominator Martin Grab den 2. Schlussrang. In der Reihenfolge Abderhalden/Forrer/Grab belegten also letztlich die drei Topfavoriten die ersten drei Plätze.

Alle sechs Jahre

Der Kilchberger Schwinget gilt nach dem Eidgenössischen als Hochamt des Schwingsportes und findet alle sechs Jahre statt. An diesem Schwinget messen sich jeweils die sechzig besten Schwinger des Landes, mehr oder weniger unabhängig von der Zugehörigkeit zu den regionalen Schwinger-Verbänden.

Mit einem Vermögen von 15’000 Franken gründete der Zürcher Jurist Emil Huber 1927 eine Stiftung, um «unserem vaterländischen Volksspiel in treuer Anhänglichkeit zu dienen», wie in der Stiftungsurkunde geschrieben steht.

12’000 Zuschauer eingeladen

Im weiteren wurde festgesetzt, dass nicht nur die Schwinger sondern auch die Zuschauerinnen und Zuschauer nur mit Einladung Zutritt zum Fest erhalten.

Die 12’000 Eintrittskarten sind sehr begehrt. Ein Teil wird vom Organisations-Komitee an die Mitglieder des Zürcher Schwingklubs abgegeben, der Rest wird vom Schwingerverband und den Regionalverbänden verteilt.

swissinfo und Agenturen

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