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«Expo.02»: Deutschschweizer Interesse nimmt zu

Die sogenannten "Arteplages" - wie hier in Neuenburg - haben das Interesse vieler Schweizerinnen und Schweizer geweckt. Keystone

Immer mehr Deutschschweizerinnen und Deutschschweizer haben die Absicht, die "Expo.02" zu besuchen, obwohl sie die Organisation der Landesausstellung eher negativ beurteilen. Dies geht aus der neusten Umfrage der Expo-Leitung bei 951 Personen hervor.

Bei der letzten Umfrage vor Jahresfrist waren es noch 51 Prozent. Bei den Romands stieg die Zahl nur minim von 63 auf 66 Prozent. Zu den Tessinern wuren keine Angaben gemacht.

Erstaunlich genau kennen die Befragten die Eintrittspreise. Beim Eintages-Pass lag der Durchschnitt der Preisschätzung mit 47.50 Franken bloss 50 Rappen unter dem tatsächlichen Betrag.

Auf das grösste Interesse stösst die Arteplage in Neuenburg, gefolgt von jenen in Biel, Murten und Yverdon-les-Bains

Generell sind die Ansichten über die «Expo.02» weiterhin geteilt. Auf die Frage, was ihnen im Zusammenhang mit der Expo spontan einfalle, erwähnten die Befragten sehr häufig Begriffe wie «Chaos», «Finanzierungs- und Führungsprobleme», «Planungsrückstand» etc., wie die SonntagsZeitung berichtet.

Probleme mit der Finanzierung

Wie die SonntagsZeitung weiter mitteilt, sucht die Expo nach Mitteln, um alle 40 Ausstellungsprojekte durchführen zu können. Da die Finanzierung von erst 26 dieser Projekte gesichert ist, schlägt Expo- Direktorin Nelly Wenger vor, die restlichen 14 vorzufinanzieren und später an Sponsoren zu verkaufen.

Damit ist die parlamentarische Finanzdelegation des Bundes nicht einverstanden. Hans-Rudolf Merz, Ständerat und Mitglied der Delegation, findet diese Ankündigung von Nelly Wenger laut SonntagsZeitung als «nicht gerade vertrauensfördernd.» Ausserdem frage er sich, wie das alles finanziert werden solle, so Merz.

Die Expo-Leitung rechnet damit, dass sie 454 Mio. Franken bei Sponsoren sammeln kann. In diesem Budget sind 70 Millionen für Vorfinanzierungen enthalten. Gesichert sind aber erst 323 Mio. an Sponsoringgeldern – es fehlen also noch 131 Millionen. Ausserdem sollten die kleinen und mittleren Unternehmen bis Oktober 70 Mio. Franken bezahlen, bisher sind jedoch erst fünf Mio. eingegangen.

Auch der Präsident des sogenannten «Comité directeur» der Expo.02, Franz Steinegger, erklärte gegenüber der SonntagsZeitung, es sei ein ständiger Kampf, darauf zu achten, dass nicht die Defizitgarantie des Bundes bereits im Vorfeld «mental» in Anspruch genommen werde.

swissinfo und Agenturen

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