Gratisblätter und Take-Aways sollen zahlen
Der Preisüberwacher will Kosten für die Abfallentsorgung auf Verursacher übertragen. Im Visier hat Rudolf Strahm Verteiler von Gratiszeitungen sowie Fast-Food-Geschäfte.
Der Konsum «auf die Schnelle» ist beliebt, sowohl was leibliche als auch geistige Nahrung betrifft. Anbieter von Gratiszeitungen und Verpflegung «über die Gasse» sorgen aber auch für immer mehr Abfall im öffentlichen Raum. Die Beseitigung des so genannten Litterings wird bisher via Stadtreinigungen vom Steuerzahler berappt.
Dies will der Preisüberwacher ändern. Das Verursacherprinzip müsse auch bei der Entsorgung von Abfällen und Gratiszeitungen im öffentlichen Raum gelten, schreibt Strahm in seinem Newsletter.
Zunächst sollen die Kosten für die Entsorgung von Gratisblättern und herumliegenden Take-Away-Behältern ermittelt werden und diese dann den Verursachern überwälzt werden, also den Take-Away-Geschäften und Verteilern von Gratisblättern.
Die Schweizer Regierung hat Anfang Juni mitgeteilt, dass sie bezüglich herumliegender Gratisblätter eine vorgezogene Entsorgungsgebühr ins Auge fasst.
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