Internationales Filmfestival Freiburg: Südkoreanische Filme
Am Filmfestival Freiburg (12.-19.03.) werden auch zehn südkoreanische Dokumentarfilme gezeigt. Ein weiterer Film aus diesem Land - Sae Neun Paegoksunneul Greenda von Jeon Soo-il (Szenenbild) - ist im Wettbewerb um den "Regard d'Or" zu sehen.
Am Filmfestival Freiburg (12.-19.03.) werden auch zehn südkoreanische Dokumentarfilme gezeigt. Ein weiterer Film aus diesem Land – Sae Neun Paegoksunneul Greenda von Jeon Soo-il (Szenenbild) – ist im Wettbewerb um den «Regard d’Or» zu sehen.
Die während der Diktatur (bis 1987) entstandenen Filmkollektive beeinflussen noch heute die jungen Filmschaffenden und Videasten in Südkorea. Es gibt eine Bewegung von Leuten, die nicht Dokumentarfilme macht, wie wir sie hier im Westen kennen, sondern eher Dokumente realisiert. Die Kamera ist ganz nahe dran, befindet sich mitten drin im Geschehen.
Der neue südkoreanische Film thematisiert aber nicht nur soziale Kämpfe, er bemüht sich auch, die koreanische Geschichte mit all ihren Traditionen aufzuarbeiten.
Bis 1998 wurde das koreanische Kino durch ein Gesetz, das screen quota law, geschützt. Dies limitierte die Zahl ausländischer Filme pro Kinoleinwand. Auf Druck des US-Handelssekretärs beschloss die südkoreanische Regierung, den Filmverleih im Land zu liberalisieren. Darauf reagierten die Filmschaffenden mit Protesten. Ob das Quotensystem endgültig fällt, wird dieses Frühjahr entschieden.
Gaby Ochsenbein
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch