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Jazz Festival Willisau: Zeitgenössischer Jazz aus aller Welt

Jazz Festival Willisau / Niklaus Troxler

Diesen Donnerstag beginnt das 26. Jazz Festival Willisau (31.08.-03.09.), das wohl bedeutendste Event der Schweiz im Bereich des zeitgenössischen Jazz. Insgesamt treten 17 Formationen mit rund 80 Musikerinnen und Musikern auf.

Beim ersten Willisauer Jazz Festival von 1975 trat Cecil Taylor mit seiner legendären Unit auf. Jetzt kommt der verwegene Pianist erneut ins Luzerner Hinterland. An der 26. Auflage des Festivals bearbeitet er den Konzert-Flügel solo.

Auch nach einem Vierteljahrhundert ist das Festival von Willisau das wohl wichtigste der Schweiz im Bereich des zeitgenössischen Jazz. Initiant und Organisator Niklaus Troxler bietet jeweils einen sehr persönlichen Querschnitt durch die Szene, wobei er sowohl die Tradition des Free Jazz wie auch aktuelle Tendenzen in einer «möglichst spannenden Mischung» zu berücksichtigen sucht.

Vor einem Jahr allerdings liessen einige Jazz-Fans die Köpfe hängen. Troxler wartete zum Abschluss des 25. Festivals mit einer Hiobsbotschaft auf: Mit dem Ausstieg des Hauptsponsors UBS sei die Zukunft des Festivals in Frage gestellt.

Neue Sponsoren gefunden

Inzwischen sieht die Zukunft wieder rosiger aus. Zwei neue Sponsoren (die Volkart-Stiftung und die EPA) füllten die UBS-Lücke. Zudem wurde der Jazz Clan gegründet. Dessen Mitglieder unterstützen das Festival mit jährlichen Mitgliederbeiträgen von 500 Franken.

Troxler konnte also seine Ideen für 2000, die schon lange reiften, realisieren. Wiederum gibt es ein kontrastreiches Programm: Vom brasilianischen Perkussionisten Cyro Baptista zum tunesischen Oud-Spieler Dafer Youssef, vom exzessiv-lauten New Yorker Bassisten Bill Laswell über die subtil-melodiösen Franzosen um Louis Sclavis bis hin zu Hans Kennels Experimenten mit dem Alphorn.

Cecil Taylor – ein Höhepunkt des Festivals

Ein Höhepunkt des Festivals ist zweifellos der Auftritt Cecil Taylors. Mittlerweile 67 Jahre alt, gehört der Avantgardist zu den stilbildenden Pianisten des Jahrhunderts. Das Klavier, so Taylor, sei ein Schlagzeug mit 88 Trommeln. Ein Statement, das sich in seinem perkussiven Spiel niederschlägt.

Taylor, der im Juni zusammen mit Max Roach in New York vor 10’000 Leuten auftrat, gastiert erstmals seit 1983 wieder in Willisau. Damals trat er zusammen mit seiner Gruppe und einem Tanz- Ensemble auf, diesmal bearbeitet er den Konzertflügel solo.

swissinfo und Agenturen

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