Ob zuerst français oder english – die Bürger entscheiden
Mit einer breit angelegten Befragung bei Bevölkerung und Behörden will der Kanton Solothurn entscheiden, ob in der Primarschule zuerst Englisch oder Französisch eingeführt werden soll.
Insgesamt 5’000 Fragebögen wurden verschickt: An alle Lehrkräfte sowie an Verbände und Behörden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die ihre Stellungnahme abgeben wollen, können den Fragebogen aber auch beim Departement für Bildung und Kultur anfordern oder auf dem Internet abrufen.
Mittler zwischen Deutsch- und Westschweiz
Der Kanton Solothurn als Mittler zwischen Welsch- und Deutschschweiz sei hier besonders gefordert, sagte Bildungsdirektorin Ruth Gisi am Dienstag (13.02.) vor den Medien. Solothurn sei schon bei der Einführung von Frühfranzösisch Pionier gewesen. Aber auch Englisch gehöre heute in den Schulsack jedes Volksschülers.
Ab 2003 wird Englisch obligatorisch ab dem 7. Schuljahr. Die Einführung von Frühenglisch ist aber laut Gisi noch nicht absehbar. Da viele solothurnische Schülerinnen und Schüler weiterführende Schulen in Nachbarkantonen besuchten, sei von entscheidender Bedeutung, was in den Kantonen Basel, Bern und Aargau entschieden werde.
Mehrsprachigkeit als Mär
Die vielzitierte Mehrsprachigkeit der Schweiz sei heute eine Mär, sagte Gisi. Nur wenige sprächen zwei Sprachen, noch weniger drei, von vieren gar nicht zu reden.
swissinfo und Agenturen
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