Peter Zumthor erhält Pritzker-Preis
Der Pritzker-Preis, die höchste Auszeichung für Architektur, ist in Buenos Aires an den 66-jährige Schweizer Peter Zumthor verliehen worden. Bereits 2001 erhielten die Schweizer Architekten Herzog & de Meuron diesen Preis.
Der Pritzker-Preis wird jedes Jahr in einer anderen Stadt in einem architektonisch signifikanten Gebäude verliehen. Mit dem neoklassizistischen Parlamentspalast von Héctor Ayerza war erstmals ein Gebäude in Lateinamerika Schauplatz der Zeremonie.
Nach Herzog & de Meuron (2001) ist Zumthor bereits der zweite Schweizer Preisträger in der 30-jährigen Geschichte des Pritzker.
Zumthor sei ein von Kollegen in aller Welt bewunderter Meisterarchitekt, dessen Bauten Respekt vor dem Standort, der lokalen Kultur und der architektonischen Überlieferung verraten, heisst es in der Jury-Begründung.
Auch Zumthors souveräner Umgang mit Materialien – von der Zedernschindel bis zum sandgestrahlten Glas – wurde gelobt. Das Gefühl für Baustoffe dürfte auch in Zumthors Herkunft liegen.
1943 in Basel geboren, baute er in der Möbelschreinerei des Vaters schon als Kind sein eigenes Holzspielzeug. Die Schreinerlehre beim strengen Vater verleidete ihm aber den Beruf. Nach Lehrabschluss kamen die Kunstgewerbeschule und das Pratt Institute in New York.
Zumthors bekannteste Bauten: Therme Vals, Kunsthaus Bregenz, Kunstmuseum Kolumba des Erzbistums Köln. In Berlin dagegen dürften sich einige Politiker die Haare raufen: Vor 5 Jahren wurde odrt ein Projekt von Zumthor gestoppt.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch