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Presseschau vom Freitag 16.08.2002

Mit "Le King n'est pas mort, vive le King!" begeht LE TEMPS den 25. Todestag von Elvis Presley. Die meisten Zeitungen widmen dem "King" grosse Artikel.

Pilotenknatsch bei der Swiss, Lohnforderungen der Gewerkschaften und Viktor Giacobbo sind weitere Themen.

Zu Elvis Presley fallen zuerst die Bilder auf: Fotos dokumentieren die Karriere des Stars.

Der TAGES-ANZEIGER kommentiert die Gegenüberstellung eines Bildes des jungen, knackigen mit einem des alternden, aufgedunsenen Elvis: «Dazwischen wurde der Hüftschwung, der die USA in Rage versetzt hatte, zum Hüftring.»

Die BLICK-Serie «Elvis the King» beschäftigt sich 25 Jahre nach seinem Tod mit den Zerfalls-Erscheinungen des Stars: «Er wird auch paranoid. Wenn Rivalen wie Jerry Lee Lewis im TV erscheinen, schiesst Elvis mit der Pistole den Fernseher kaputt.»

Die BERNER ZEITUNG zitiert Sam Phillips, Elvis‘ Entdecker: «Bringt mir einen Weissen mit Negro-Feeling, und wir machen Millionen!» Fazit: «Elvis kam, sah und verlor, er zerbrach am Erfolg.»

Nervosität im Steigflug



Von den Sphären, in denen Elvis heute weilt, ist die neue nationale Fluglinie Swiss weit entfernt. Das Unternehmen hat den Piloten für die Vertragsverhandlungen ein Ulimatum gestellt. Damit «scheint dem Management der Geduldsfaden zu reissen». Aber «ob dies den Verhandlungen förderlich ist, darf bezweifelt werden», schreibt die BASLER ZEITUNG.

Die BZ zweifelt an der «Swissness» der neuen Gesellschaft: «Seit Wochen macht die selbst ernannte Premium-Airline von sich reden wie die Fluggesellschaft eines Entwicklungslandes.»

Dann folgt eine Aufzählung von Pleiten, Pech und Pannen, welche die BZ in der Feststellung gipfeln lässt, dass die Geduld in der Bevölkerung zu Ende gehe – «auch weil viele Steuermillionen auf dem Spiel stehen».

Lohndiskussionen finden nicht nur im Airline-Business statt. Die Gewerkschaften verlangen den «Lohn der Vernunft», wie der TAGI schreibt. Der Spruch der Gewerkschaften «Der Aufschwung beginnt beim Lohn» sei «nicht klassenkämpferische Ideologie, sondern entspricht gesundem, volkswirtschaftlichem Menschenverstand», folgert der TAGI-Kommentator.

Ungewisse Zukunft



Nach wochenlangen Mediengerüchten ist es nun definitiv: Die Satire-Sendung «Viktors Spätprogramm» des Schweizer Fernsehens SF DRS gibt es nur noch bis Ende dieses Jahres. Der BLICK fragt besorgt: «Was wird aus Giacobbos Gspänli?»

Keiner der Schauspieler scheint von Zukuftsängsten geplagt zu sein. Für einige war die Satire-Sendung ein Sprungbrett ins Show-Business. Mike Müller, Papst- und Peter Bichsel-Imitator, sei jedenfalls bis Ende Jahr ausgelastet. Seine Gspänli wird er jedoch vermissen: «Wir waren so ein frisches, witziges Team» vertraut er dem BLICK an.

Patrick Frey alias Professor Stolte-Benrath zeige für Giacobbos Entscheid volles Verständnis, so der BLICK: «Es ist genau der richtige Zeitpunkt aufzuhören.»

Etienne Strebel

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