«Schweizer Revue» vielleicht bald vor dem Aus
Der 50. Kongress der Union der Schweizer Vereine in Frankreich (UASF) in Tours wurde von schlechten Nachrichten überschattet: Die gedruckte Ausgabe der Zeitschrift für Auslandschweizer ist von Sparmassnahmen bedroht.
Markus Börlin, der im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) für die Auslandschweizer zuständig ist, lobte die «Schweizer Revue» als ein Instrument, das der Fünften Schweiz die Ausübung des Stimm- und Wahlrechts erleichtert. Gleichzeitig verwies er auf den zunehmenden Spardruck.
Das EDA befinde sich in einer schwierigen Lage, so Börlin. Denn die Schweiz habe sich verpflichtet, die Gelder für die Entwicklungszusammenarbeit bis 2015 um 3,3% zu erhöhen.
Zurzeit bestehen noch keine genauen Abbaupläne, doch am UASF-Kongress war gar von einer Einstellung der gedruckten Ausgabe zu Gunsten eines Ausbaus der Internetausgabe die Rede.
Die «Schweizer Revue» wird von der Auslandschweizer-Organisation (ASO) sechs Mal jährlich herausgegeben und vom Bund finanziell unterstützt. Die gedruckte Ausgabe, welche immatrikulierte Auslandschweizer gratis erhalten, kostet rund 3 Mio. Franken pro Jahr.
Einer von zehn Schweizern lebt im Ausland, das sind mehr als 650’000 Personnen.
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