Zürcher Festspiele 2000 in der Tonhalle eröffnet
Am Freitag (23.06.) sind in der Zürcher Tonhalle die dreiwöchigen Zürcher Festspiele 2000 eröffnet worden. Stiftungsratspräsident Hans J. Bär sprach sich in seiner Begrüssung gegen die Mehrwertsteuer im Kultursponsoring aus.
Als Wermutstropfen im Festspiel-Leben bezeichnete der Banker und Kulturmäzen die Mehrwertsteuer auf Spenden und Sponsorbeiträge im Kulturbereich. Es sei nicht einleuchtend, warum Unterstützungsbeiträge im Kulturbereich vollumfänglich der Mehrwertsteuer unterliegen sollen. Dies könne zu Einbussen bei den in der Kultur dringend benötigten Sponsorgeldern führen.
Die 4. Zürcher Festspiele (bis 16. Juli) wurden mit einem Konzert mit Werken von Bach, Schönberg und Offenbach eröffnet. Die Festspiele sollen allerdings nicht nur in den Sälen der hohen Kunst stattfinden. Bär lud die Zürcher Bevölkerung zum «Kulturellen Big Bang» vom Samstag auf der Zürcher Bahnhofstrasse «vom Ländler bis zum Wiener Walzer» ein.
Mit populären Events im öffentlichen Raum werben die Zürcher Festspiele auch dieses Jahr ums grosse Publikum. Neben der Verwandlung der Bahnhofstrasse in einen Konzertraum hat sich die Festspielleitung für das grosse Publikum ein weiteres Geschenk ausgedacht: Mozarts «Zauberflöte» wird am 7. Juli ab 21.30 Uhr bei jeder Witterung live auf eine Grossleinwand auf den Münsterhof übertragen.
Die zahlreichen geschlossenen Veranstaltungen, an denen sich alle grossen Kulturinstitute der Stadt beteiligen, kommen dieses Jahr ohne thematischen Schwerpunkt aus. Die beiden einzigen Neuinszenierungen sind Alban Bergs Oper «Lulu» (Premiere: 8. Juli) und die Videooper «Memory» im Theater Neumarkt (29. Juni).
swissinfo und Agenturen
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