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Lärm führt jährlich zu Tausenden Todesfällen

Keystone-SDA

Strassenverkehrslärm führt in der Schweiz jährlich zu bis zu 2000 vorzeitigen Todesfällen. Er sei damit ein erhebliches Gesundheitsrisiko, betonte die Schweizerische Liga gegen den Lärm im Vorfeld eines Aktionstags.

(Keystone-SDA) Laut dem jüngsten nationalen Lärmmonitoring waren 2021 über 850’000 Menschen schädlichem oder lästigem Verkehrslärm ausgesetzt. Den grössten Anteil macht der Strassenverkehr aus, der rund 740’000 Personen Tag und Nacht betrifft.

Fluglärm belastete etwa 80’000 Menschen, vor allem nachts, Bahnverkehr rund 33’000. Die Erhebung erfolgt alle fünf Jahre. Gegenüber 2015 sind die Werte deutlich gesunken, unter anderem dank Massnahmen wie lärmmindernden Strassenbelägen, Temporeduktionen und leiseren Güterwagen.

Auch nächtlicher Lärm beeinträchtigt die Gesundheit erheblich, wie die Hörzentrumskette Neuroth ihrerseits hervorhob. Während des Schlafs regeneriert sich der Körper, verarbeitet Eindrücke und baut Stress ab – Prozesse, die durch Lärm gestört werden können.

Verkehr, laute Nachbarn oder schnarchende Partner verschlechtern die Schlafqualität und beeinträchtigen Konzentration, Stressresistenz und geistige Leistungsfähigkeit.

Eine Studie der Universitätsmedizin Mainz zeigte auf, dass bereits geringe Geräuschpegel von 41 bis 44 Dezibel messbare Stressreaktionen auslösen können. Schnarchen erreicht hingegen 60 bis 70 Dezibel und liegt damit nahe an der Lautstärke eines Staubsaugers. Langfristig kann nächtlicher Lärm auch das Gehör schädigen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt einen durchschnittlichen Nachtlärmpegel von höchstens 40 Dezibel.

Besonders schädigend sei jedoch der Verkehrslärm. Mit 1000 bis 2000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr sei er damit weit mehr als eine Belästigung, so die Schweizerische Liga gegen den Lärm. Am Mittwoch will sie an einem Aktionstag auf das Problem aufmerksam machen.

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