Blinde verlangen Gesetzes-Änderung
Einfacheren Zugang zu Information, Beruf und Bildung, forderte die Tagung der Blinden- und Sehbehinderten-Organisationen am Sonntag (26.08.). Von den Politikern wird verlangt, das Gleichstellungs-Gesetz entsprechend anzupassen.
An der nationalen Tagung haben sich laut Organisatoren über 80 Behinderte beteiligt. Wichtigstes Anliegen der Tagung war das Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz. Dieses müsse vom Parlament nachgebessert werden. Insbesondere die von Privaten erbrachten öffentlichen Dienstleistungen würden durch das Gesetz ungenügend erfasst.
Gerade in diesem Bereich würden blinde und stark sehbehinderte Menschen ausgeschlossen. Die Betroffenen erinnerten dabei etwa an Billetautomaten, Bankomaten oder Internet-Dienstleistungen.
Kein lukratives Marktsegment
Grundsätzlich sollten alle Anbieter verpflichtet werden, ihre Waren und Dienstleistungen behindertengerecht anzubieten, wurde gefordert. Als Marktsegment seien die Behinderten zu klein, um Druck auszuüben. Deshalb brauche es den gesetzlichen Rahmen.
Vom Ständerat enttäuscht
Weiter zeigten sich die Tagungs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer in ihrem Communiqué enttäuscht über die zuständige Ständerats-Kommission: Diese habe es abgelehnt, die Arbeitsverhältnisse und die Aus- und Weiterbildung in den Geltungsbereich des Gesetzes aufzunehmen. Gerade diese seien aber Schlüsselbereiche einer erfolgreichen Integration.
swissinfo und Agenturen
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