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Calmy-Rey: mehr Respekt für Völkerrecht

Am Rande der UNO-Generaldebatte in New York hat die Schweiz eine Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Genfer Konventionen organisiert. Aussenministerin Micheline Calmy-Rey sammelte Vorschläge, wie das humanitäre Völkerrecht besser respektiert werden kann.

Zwar anerkannten alle Staaten die Genfer Konventionen, die den Eckstein des Völkerrechtes bildeten. Dieses müsse aber stärker respektiert und strenger umgesetzt werden, sagte Calmy-Rey. Die Schweiz als Depositarstaat unternehme zahlreiche Anstrengungen, die Bedeutung des humanitären Rechts voranzutreiben.

Calmy-Rey forderte zudem, dass der UNO-Sicherheitsrat zur Ahndung grober Verletzungen des humanitären Völkerrechtes eine führende Rolle übernimmt und Fälle an den Internationalen Strafgerichtshof verweist.

Der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, der Schweizer Jakob Kellenberger, sagte bei dem Treffen, oft fehle der politische Wille, dem Buchstaben des Gesetzes zu folgen. Kellenberger machte darauf aufmerksam, dass in heutigen Kriegen die Zivilbevölkerung am meisten leide.

Am Treffen in New York, das von Calmy-Rey geleitet wurde, nahmen Delegationen aus 110 Ländern teil. 38 davon wurden durch ihre Aussenminister vertreten.

swissinfo.ch und Agenturen

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