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Hingis siegt auch ohne mütterlichen Beistand

Martina Hingis: Weltklasse - auch ohne Mutter im Rücken. Keystone

Martina Hingis ist der Auftakt in die Sandplatzsaison gelungen. Beim WTA-Turnier von Amelia Island (Florida) gewann die Weltranglisten-Erste zunächst gegen die Spanierin Virginia Ruano Pascual (WTA 72) und bezwang danach in den Achtelfinals Henrieta Nagyova (WTA 31) aus der Slowakei.

Nächste Gegnerin der Ostschweizerin ist in den Viertelfinals die als Nummer sieben gesetzte Spanierin Arantxa Sanchez.

Erstmals seit fast zwei Jahren fehlte Mutter und Coach Melanie Molitor bei einer Partie. Während damals in Wimbledon Streitigkeiten zwischen Mutter und Tochter die Ursache waren und Hingis dann gegen Jelena Dokic in der Startrunde die vernichtendste Niederlage ihrer Karriere kassierte und nur zwei Games gewann, erfolgte die Trennung diesmal nach gegenseitiger Absprache. Hingis ist in dieser und in der nächsten Woche in Charleston nur mit einem Sparringpartner vor Ort.

«Meine Mutter ist schon in Europa. Es ist gut, ein wenig Distanz und Raum zu haben. Zuerst war ich etwas nervös, denn beim letzten Mal kam es ja nicht gut heraus. Seit dieser Zeit habe ich aber viel über mich und mein Tennis gelernt», so Hingis.

Natürlich wird nun spekuliert, ob die Trennung eine längerfristige wird oder sich auf diese zwei Wochen beschränkt. Mutter und Tochter hatten schon wiederholt unterschiedliche Auffassungen punkto Tennis, zuletzt zeigte sich Molitor auf Key Biscayne nach der Halbfinal-Niederlage gegen Venus Williams unzufrieden über die Arbeitseinstellung ihrer Tochter.

Hingis klare Favoritin

Gegen die Spanierin Ruano Pascual (6:2, 6:1) hatte Hingis wie erwartet keine Probleme. Die einzigen drei Gameverluste resultierten bei eigenem Service. Auch gegen Nagyova (6:1, 6:3) liess sie nur vier Games zu. In den Viertelfinals gegen Sanchez ist Hingis ebenfalls klar zu favorisieren. Gegen die Weltnummer elf aus Spanien hat Hingis 15 von 16 Duellen gewonnen, zuletzt in den Halbfinals von Stuttgart 6:1, 6:0.

Zwei Jahre Haft für zudringlichen Verehrer

Ein zudringlicher Verehrer des Schweizer Tennisstars ist am Donnerstag (12.04.) von einem US-Richter in Miami wegen Belästigung und Hausfriedensbruch zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Die 375-tägige Untersuchungshaft wird dem 46 Jahre alten Australier angerechnet, so dass er noch knapp ein Jahr im Gefängnis bleiben muss. Der Angeklagte war bereits am 3. April schuldig gesprochen worden.

swissinfo und Agenturen

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