Kunstsinnige Diebe
Die italienische Polizei hat eine Bande zerschlagen, die gestohlene antike Fundstücke in die Schweiz schaffte und dort verkaufte. Landesweit wurden 29 Verdächtige festgenommen, darunter drei im Tessin wohnhafte Italiener.
Bei Hausdurchsuchungen wurden nach Polizeiangaben vom Samstag (14.07.) zahlreiche antike Gegenstände wie Schmuckstücke, Bronzestatuen oder Münzen beschlagnahmt. Mutmasslicher Anführer der Bande sei ein in Soregno bei Lugano wohnhafter sizilianischer Unternehmer gewesen, der die Fundstücke auf dem internationalen Markt verkauft habe.
Der Mann sowie zwei in Chiasso respektive Coldrerio TI wohnhafte Italiener seien am Donnerstag am Römer Flughafen Fiumicino festgenommen worden, als sie den Kauf antiker Gegenstände organisieren wollten. Am Samstag befanden sie sich noch in Haft.
Bei den 29 Verdächtigen handelt es sich um Unternehmer, Bijoutiers und Bankiers, aber auch um Bauern, Arbeiter, Arbeitslose sowie um eine Hausfrau. Sie sollen die Fundstücke während archäologischen Grabungen in ihren Regionen gestohlen haben.
Alle werden der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, illegaler Ausgrabungen und der Hehlerei angeklagt. Die Polizeiaktion mit dem Namen «Operation Pandora» wurde von der Anklagebehörde in Foggia geleitet.
swissinfo und Agenturen
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