Nervenstarker Federer siegt gegen Safin
Roger Federer hat beim ATP-Masters-Series-Turnier in Rom erneut Nervenstärke bewiesen. Nach seinem Auftaktsieg gegen Thomas Johansson bezwang er auch den Russen Marat Safin (ATP 2) und zwar wiederum mit 7:5 im Tiebreak des Entscheidungs-Satzes. Nächster Gegner von Federer ist Wayne Ferreira.
«Ich altere hier sehr schnell», lachte Federers Coach Peter Lundgren nach einem weiteren spannungsgeladenen Spiel seines Schützlings. Der Schwede war aber sehr zufrieden: «Roger ist nicht gut gestartet, ab der zweiten Hälfte des zweiten Satzes hat er aber sehr gut gespielt.»
Federer hat noch nie bei einem so wichtigen Turnier einen Spieler von der Güteklasse des Russen bezwungen. Mit diesem Sieg kommt er seinem nächsten Ziel, einem Platz unter den 16 Gesetzten beim French Open Ende Monat, immer näher.
Der Russe hatte den ersten Satz 6:4 gewonnen, wobei ihm Federer die Aufgabe mit vielen leichten Fehlern und zahlreichen Rahmenbällen erleichterte. Im zweiten Satz gelang dem Moskowiter dann das Break zum 3:2, ehe der Baselbieter das Spielgeschehen vermehrt diktierte, den Satzausgleich ebenfalls mit 6:4 erzwang und immer stärker wurde. Der US-Open-Sieger, der zuletzt durch Verletzungen handicapiert worden war und in Indian Wells, Key Biscayne und Monte Carlo jeweils in der ersten Runde verloren hatte, war wieder im Vollbesitz seiner Kräfte, hatte aber verständlicherweise noch etwas fehlende Matchpraxis zu beklagen.
Federers Selbstvertrauen manifestierte sich auch in der erneut gewonnenen Kurzentscheidung. Im Tiebreak ist er derzeit ohnehin eine Macht, seine Bilanz ist mit 16:5 unglaublich gut, die letzten zehn Tiebreaks hat er alle gewonnen. «Natürlich geben seine Erfolge Selbstvertrauen. Er ist jetzt aber auch viel reifer und gerät bei wichtigen Situationen nicht mehr in Panik», lobt Lundgren.
swissinfo und Agenturen
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