Schweizer Gala-Auftritte
Stilsicher gewann das Schweizer Handball-Nationalteam beide EM-Testspiele in Portugal. Nach dem 28:22-Sieg deklassierten die Schweizer Portugal am Sonntag mit 27:17 ein zweites Mal.
Die portugiesische Mannschaft, im kommenden Januar wie die Schweizer Teilnehmer an der EM-Endrunde in Schweden, fand in der Küstenstadt Nazare gegen die sattelfeste Verteidigung während 120 Minuten kaum ein Mittel.
Zweimal legten die Schweizer schon in der ersten Hälfte die Basis zum klaren Sieg. Im ersten Vergleich prallten 17 von 26 Angriffen am perfekt organisierten Innenblock ab.
Tags darauf liessen sich die beiden erstaunlichen Abwehr-Spezialisten Martin Stettler und Severin Brüngger ebenso wenig ausmanövrieren – ganze sieben Treffern brachten die in jeder Beziehung überforderten Gastgeber zu Stande.
Und im Gegenstoss, normalerweise nicht unbedingt das Prunkstück im Schweizer Angriff, reüssierte die Mannschaft von Trainer Arno Ehret übers Wochenende Mal um Mal.
Ehret durfte in Portugal feststellen, dass seine Equipe mittlerweile unabhängig von ihrer jeweiligen Besetzung zu einer höchst passablen Leistung befähigt ist. «Wir verfügen mittlerweile über eine ordentliche Stabilität und entwickeln uns in eine gute Richtung», resümierte der Nationalcoach. «Ich bin von dem, was ich gesehen habe, positiv angetan.»
Die Schweizer verkrafteten den sonntäglichen Ausfall des grippekranken Regisseurs Robbie Kostadinovich, der am Samstag als achtfacher und fehlerfreier Torschütze gross aufgetrumpft hatte, tatsächlich problemlos.
Ivan Ursic, sporadisch auch Martin Friedli und Marc Baumgartner, ersetzte den formstarken Mittelmann Kostadinovich derart gut, dass die passable Angriffsauslösung nicht einmal ansatzweise beeinträchtigt war.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch