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Servette verdirbt St. Gallen den Abend – und den Cupfinal

St. Gallens Batista Jefferson (l.) im Ball-Streit mit Servette-Spieler Stefan Wolf. Keystone

Servette hat gegen den FC St. Gallen unentschieden gespielt: Mit dem vorangegangenen 1:0 brachten die Genfer den Meister schon ums Cupfinal, mit dem Remis wurden die Ostschweizer vielleicht gar daran gehindert, ihren Titel zu verteidigen.

Mit Schiedsrichterhilfe und einem krassen Fehlentscheid beim 2:0 führten die Ostschweizer zur Pause nach einem Kopfball-Tor von Zellweger und dem 17. Saisontor von Gane mit zwei Toren und hatten Spiel und Gegner völlig im Griff.

Doch Pizzinat und Frei glichen mit einem Kopfball-Aufsetzer und einem Kunstschuss ins Lattenkreuz für den Cupfinalisten noch aus. Somit vermochte St. Gallen die Genfer in dieser Saison in fünf Anläufen nie zu bezwingen, auch in der «Festung» Espenmoos nicht, in der die Ostschweizer nun seit 35 Spielen unbezwungen sind.

Mit einer Hand Ball unter Kontrolle

Das Tor des Rumänen Gane hätte allerdings aberkannt werden müssen. Servette-Torhüter Pédat hatte den Ball an der Strafraumgrenze mit beiden Händen unter Kontrolle, doch der unsichere Ref Schluchter anerkannte den Treffer nach Konsultation seines Linienrichter-Kollegen Mitrovic, der deutlich mit seiner Flagge zur Platzmitte zeigte. «Wenn der Torhüter auch nur eine Hand auf dem Ball hat, hat er ihn unter Kontrolle», befand Schiedsrichter-Obmann Werner Müller die Szene, die laut TV-Standbild als klarer Fehlentscheid entlarvt wurde.

Ordnung gestrandet

In der zweiten Halbzeit war St. Gallen komplett von der Rolle. Servette profitierte davon: Die Genfer konnten nach Belieben schalten und walten. «Es ist unerklärlich, dass wir so einbrachen», meinte St. Gallens Abwehrchef Marco Zwyssig. «Plötzlich standen wir viel zu weit vom Gegner weg und verloren alle Zweikämpfe. Die Ordnung erlitt Schiffbruch.»

swissinfo und Agenturen

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