Libyen-Geiseln fechten Urteil an

Die beiden seit Juli 2008 in Libyen festgehaltenen Schweizer Geschäftsleute rekurrieren gegen die Verurteilung durch ein libysches Gericht. Beide halten sich nach wie vor in der Schweizer Botschaft in Tripolis auf.

Dieser Inhalt wurde am 04. Dezember 2009 - 11:20 publiziert

Sie hätten gute Gründe, das Urteil anzufechten, liessen Max Göldi und Rachid Hamdani, die beiden in Libyen festgehaltenen Schweizer, verlauten.

Der Technologiekonzern ABB, für den Göldi in Libyen tätig war, beauftragte seine Anwälte, im Namen von Göldi gegen das Urteil vom vergangenen Montag zu rekurrieren.

Auch Hamdani wird nach Auskunft seiner Ehefrau in Berufung gehen. Er habe seinen Anwalt in Libyen beauftragt, gegen das Urteil zu rekurrieren, das ihm am vergangenen Montag mündlich eröffnet worden sei.

Der 54-jährige Göldi und der 69-jährige Hamdani wurden am vergangenen Montag zu je 16 Monaten Gefängnis und zu einer Busse von je 1500 Dollar verurteilt. Ein Gericht in Tripolis sprach sie der Verletzung von Aufenthaltsbestimmungen und von Arbeitsgesetzen schuldig.

Am kommenden 15. Dezember will Libyen den beiden Geschäftsleuten zudem den Prozess wegen illegaler wirtschaftlicher Aktivitäten machen.

Göldi, ABB-Länderchef in Libyen und Hamdani, der für eine Baufirma in dem Land tätig war, werden seit dem 19. Juli 2008 festgehalten.

swissinfo.ch und Agenturen

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