Luzerner Kleintheater erhält von Pensionskasse mehr Zeit
Das Luzerner Kleintheater hat die Finanzierung seiner neuen Bühne noch nicht gesichert. Die Luzerner Pensionskasse (LUPK), in deren Neubau das neue Theater integriert werden soll, gibt dem Kleintheater deswegen mehr Zeit.
(Keystone-SDA) Sie habe die Fristen zur Erbringung der finanziellen Sicherheiten um ein Jahr verlängert, teilte die LUPK am Montag mit. Es handle sich dabei um eine einmalige Verlängerung. Der Baustart für das neue Gebäude sei weiterhin für 2031 geplant.
Das Kleintheater befindet sich am Bundesplatz in einem bald 65 Jahre alten Gebäude der LUPK. Diese will den mit Naphtalin belasteten Bau durch ein neues Gebäude ersetzen. Die LUPK ist bereit, das Kleintheater auch im neuen Bau zu integrieren. Die unternehmerische Verantwortung dafür liege aber beim Kleintheater, teilte die LUPK mit.
Besondere Herausforderung
Das Kleintheater schätzte im letzten Sommer die Investitionskosten auf acht Millionen Franken. Nun zeigte sich gemäss der Mitteilung, dass die «finanzielle Tragfähigkeit des Projekts für das Kleintheater eine besondere Herausforderung darstellt.»
Demnach braucht die Kleinkunstbühne mehr Zeit, um den Nachweis der belastbaren finanziellen Sicherheiten erbringen zu können. Sie habe deswegen die Fristen um ein Jahr verlängert, teilte die LUPK mit.
Das bedeutet, dass die «notwendigen vertraglichen Grundlagen» erst bis am 31. Dezember 2026 unterzeichnet sein müssen. Das Kleintheater muss die ersten finanziellen Sicherheiten bis am 30. Juni 2027 leisten. Die zusätzlichen Sicherheiten werden dann ein Jahr später fällig.
Das Kleintheater ist gemäss der Mitteilung mit Stiftungen und der öffentlichen Hand im «konstruktiven Austausch», um Lösungen zu finden. Die LUPK betonte, dass sie das kulturelle Anliegen des Kleintheaters anerkenne. Ohne den zeitgerechten Nachweis der finanziellen Sicherheiten sei die Integration der Bühne im Neubau aber nicht möglich, denn sie müsse auch die Interessen der Versicherten wahren.